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AUSFLUG NACH BELGIEN.
betreffend, so ist er zuvörderst der Zeichnung mächtig, und seine Farbengebung würde vor-trefflich sein, wenn er sie von dem befreien könnte, was sie noch Übertriebenes und manch-mal noch Grelles und Hartes an sich hat.
JACOB VAN GINGELEN, geboren zu Antwerpen, um das Jahr 1812, trat zuerst zu Brüs-sel im Jahre 1833 mit mehreren Gemälden auf, an welchen man denselben Fehler wahrnahm,den wir an den von Marinus in demselben Jahre ausgestellten Werken bezeichnet haben.Jene waren: „ein Kosakenlager"; „ein Heuwagen"; „eine Ansicht bei Antwerpen"; „einüber eine Schiffbrücke fahrender Wagen" und „eine haltmachende Reisegesellschaft". DieseBilder waren von unglaublichem Farbenglanz und gesuchtem Effecte. Indessen berechtigtensie zu schönen Hoffnungen, welche der Künstler jedoch täuschte, indem er sich zu sehr denFranzösischen Malern hingab, und bald Gudin, bald Isabey, bald Lc Poittevin nachahmte. Vonden vier Gemälden, die er im Jahre 1836 zu Brüssel ausstellte, trugen besonders drei diesesGepräge der Nachahmung: „eine Belgische Ansicht", „eine Englische Seeküste" und „eineFranzösische Küstengegend". Das vierte aber, „eine Ardennengegcnd", zeigte einen zwiefa-chen Fortschritt Van Gingelens, indem er sich von dieser künstlerischen Lehnshcrrschaft be-freit, und die Übertreibung abgelegt, welche man seinen ersten Werken vorgeworfen hatte.Möge er diesen Fortschritt vollenden; mögen fortgesetzte Studien ihn zur Selbständigkeit undNaturwahrheit führen: dann wird er, schon mächtig der Farbe und des Gedankens, einenausgezeichneten Rang einnehmen.
JACOB JACOBS, geboren zu Antwerpen, im Jahre 1812, ist ein Zögling der dortigen Aka-demie und Van Braekcleers. Er malt Seestücke und Strandgegenden. Er trat zuerst im Jahre1833 auf der Brüsseler Ausstellung mit drei Gemälden auf: „eine Landung von Fischern",„eine innere Ansicht der Citadelle von Antwerpen, nach der Einäscherung derselben", und„ein durch eine Bombe zerstörtes Haus". Diese Arbeiten erregten durch treffliche Pinscl-führung, so wie durch Abwechselung und Übereinstimmung der Farben, viel Aufmerksamkeit.Demnächst stellte Jacobs im Jahre 1834 in Antwerpen andere Sachen aus, und erschien dannwieder 1836 auf der Brüsseler Ausstellung mit drei neuen Compositionen, welche sich durchdie rühmlichen Eigenschaften seiner ersten Arbeiten noch mehr auszeichneten; es waren: „eineHolländische Strandgegend"; „ein Leuchtthurm" und „eine Meeresstille". Diese Werke, vonwelchen die Regierung das erstere, der Fürst de Ligne das dritte kaufte, sind alle von schö-ner Harmonie, grofsem Farbenreichtliume und von dichterischer, wenn auch hin und wiederetwas gesuchter Wirkung. Jacobs hat eine hohe Art der Auffassung. Seine Gemälde sind vonmehr dichterischer als natürlicher Wahrheit. Ohne diesen Fehler, der nur bei der Übertrei-bung ein Fehler ist, würde dieser Künstler unter denjenigen Malern, die sich in diesen letz-ten Jahren in Belgien hervorgethan haben, die erste Stelle einnehmen. Vor zwei Jahrenmachte Jacobs eine Studienreise nach Holland, nachdem er vorher schon die Küsten Flan-derns und die Französischen Gestade der Nordsee besucht hatte. Vergangenen Herbst hater sich nach den Küsten des Mittelländischen Meeres und des Griechischen Archipelagus be-geben.
Fräulein FANNY CORR, gegenwärtig Madame GEEFS, geboren zu Brüssel, gab zur dor-tigen Ausstellung im Jahre 1834 zwei Bildnisse und „Rosamunda mit ihrem Kinde zu denFüfsen der Königin Eleonore, Gemahlin Heinrichs H." Dieses Bild, wiewohl es fehlerhaft ge-zeichnet und mangelhaft ausgeführt, auch etwas manieriert war, zog dennoch die Aufmerksam-keit auf diese Künstlerin. Auch zeigte ihre zwei Jahre nachher in Gent ausgestellte „Tochter
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