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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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AUSFLUG NACH BELGIEN.

Einen unwidersprechlichen Beweis hievon liefern die von ihm im Jahre 1836 in Brüssel zurAusstellung gegebenen drei Gemälde. Das eine derselben stellte einen Wasserfall der Toc-cia * dar; es wurde von der Regierung für das National-Museum gekauft. Das andre ge-währte eine Ansicht des Thaies und des Hohlweges bei der Burg Unspunnen. Das dritteendlich stellte eine Mühle an der Dendre (in Flandern) dar. Das erste zumal ist sehr aus-gezeichnet**. Nach dieser Ausstellung erhielt Van Assche, so wie Navez, den Leopoldsordenfür Civilverdienst. Von seinen vorzüglichsten Gemälden nennen wir, aufser den angeführten,noch: „Ansicht einer Mühle und einer Maschinenbauern bei Salzinne (1815)"; „eine imForetwalde bei Brüssel nach der Natur aufgenommene Ansicht (1821)"; „Ansicht der Maschi-nenbauerei amHoyoux bei Huy (1826)"; „Ansiebt der Stadt und des Sees Lugano (1829)";„der Wasserfall des Reichenbachs und der Wasserfall des Avers (1830)"; „endlich der Was-serfall der Lütschine im Lauterbrunner Thale, und der Wasserfall der Roer im Lande Trier(1833)."

J. DUCORRON, geboren zu Ath, im Jahre 1770, ist wie Van Assche einer der Veteranender Belgischen Maler. Er ist ebenfalls Landschafter. Aber die Art, wie er dieses Fach be-handelt, ist nicht so erhaben, wie die, welche wir an den Gemälden Van Asschc's wahr-nehmen. Seine Auffassung ist minder dichterisch, und es kömmt ihm mehr nur darauf an,die Natur in ihrer äufserlichen Wahrheit wiederzugeben: er gehört aber nichts desto wenigerzu unseren empfchlenswerthesten Malern. Es fehlt ihm die Begeisterung und die hohe Auf-fassung, durch welche die Schöpfungen seines Mitbewerbers sich auszeichnen. Im Jahre 1836hat er eine Landschaft, mit Staffage aus Gil Blas * * *, zur Brüsseler Ausstellung gebracht. DiesesWerk trägt zwar auch die Merkmale hoher Verdienstlichkeit: doch kann es nicht zu den bes-seren Compositionen dieses Meisters gezählt werden. Im Allgemeinen unterscheiden sich seineGemälde durch einen leichten Baumschlag, durch sorgfältige Ausführung der Einzelnhciten,und durch die strenge Genauigkeit, mit welcher er die Natur wiedergiebt. Er stellte sichbesonders Ansichten von Gegenden unsers Landes zur Aufgabe, vor allen die malerisch-schat-tigen Thäler der Ardennen. Unter unseren Künstlern ist er vielleicht der erste, der sich vonunsrer heimatlichen Natur begeistern liefs. Während Andere, nur in Italien oder in der Schweizdas Schöne und Malerische zu finden meinten, vertiefte er sich in die dichten Ardennen-Wälderund fand hier beides. So hat er uns reiche vaterländische Schätze aufgethan, und dadurch dieAufmerksamkeit vieler von unseren Malern ebendahin gelenkt. Diefs ist ein Verdienst Du-corrons, das man anerkennen mufs.

J. DE JONGHE, geboren zu Kortryk, gegen Ende des vorigen Jahrhunderts, ist einer der-jenigen Maler, welche auf Ducorrons Spur sich an die Macs und in die Provinzen Namurund Luxemburg begeben, und hier die Motive zu ihren Landschaften gesucht haben. Seinefrühesten uns bekannten Gemälde sind aus dem Jahre 1825. Zuerst sahen wir von ihm eine„Ansicht der Maes mit menschlichen Figuren und Thieren." Im Jahre 1826 malte er zwei„Ardennen-Gegenden"; zwei Jahre darauf eine „andere Ansicht der Maes". Im Jahre 1834gab er eine „Ansicht aus der Umgegend von Brüssel" zur Antwerpner Ausstellung. Bis dahinhatte De Jonghe sich darauf beschränkt, die Natur mit aller Unbefangenheit aufzufassen und

* 1,69 Metres hoch, 2,06 Metrcs breit.

** Bis hieher habe ich mir noch erlaubt, einige Stellen der Handschrift des Herrn Van Hasseltwegzulassen, um das Ganze etwas abzukürzen: weiterhin aber war es mir nicht mehr möglich.*** 1,90 Metres hoch, 1,30 Metres breit.