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AUSFLUG NACH BELGIEN.
Strafsen umher, und erwies ihnen auf den öffentlichen Plätzen göttliche Verehrung. Man be-tete Götzen an: muste es nun nicht auch eine heidnische Malerei geben? und sie entstand —durch David."...........................
„David verlebte die Jahre seiner Verbannung in Belgien, wo er 1826 starb.".....
„Also, um alles in der Kürze zusammenzufassen: Im 15ten Jahrhunderte ist die Eigenthüm-lichkeit und Selbständigkeit unserer Malerei fest begründet; im folgenden Jahrhunderte drin-gen alle in Italien nach und nach aufkommenden, von einander etwas entlehnenden und sichdadurch stets umgestaltenden Schulen in die unsi-ige ein; so werden Rafaels Anmuth, Michel-Angelo's Grofsheit, Coreggio's und der Carracci's Harmonie und Helldunkel, der Venetianer kräf-tiges Colorit vereinzelte Gegenstände eines einseitigen Studiums, unter Leitung einer Reihcfolgevon Lehrern, wie Bernhard Van Orlay, Franz Floris, Martin de Vos und Otto Veninx. Im17ten Jahrhunderte befindet sich schon unsere Malcrkunst gänzlich aus ihrer eigenthümlichenBahn geworfen und der bedauerungswürdigsten Gesetzlosigkeit preisgegeben. Da tritt Rubensauf, reifst sie aus ihrer Verwirrung heraus, verknüpft alle jene lebendigen Kräfte mit einander,stellt das Studium aller jener Schulen, in welche ein jeder seiner Vorgänger nur einen so einsei-tigen Blick geworfen, ganz allein wieder her, und, erfüllt von seinen Studien in Rom, Florenz,Parma, Venedig und Bologna, gestaltet er aus den Gedanken Rafaels, Michel-Angelo's, Coreg-gio's, Veronese's und der Carracci's ein Ganzes, pafst es der Niederländischen Natur an, undbestimmt so den Geist seiner Schule, indem einzig und allein er alle die fremden Stoffe, welchedie Belgischen Maler ein ganzes Jahrhuudcrt lang unserer Kunst beigemischt hatten, zusammen-fafst. So glückt es ihm, jene neue Belgische Schule zu gründen, die sich eines so glänzendenRuhmes erfreute, deren Überlieferungen aber auf eine unerklärliche Weise vernachläfsigt wur-den, und erst vor Kurzem wieder aufgenommen worden sind."
„Wir werden nun die Bewegung kennen lernen, deren es bedurfte, um die Kunst wiederin die Bahn zu bringen, in welche Rubens sie mit so viel Ruhm geleitet hatte."
Ich kann es nicht genug wiederholen, dafs ich in Rubens und in seiner Schule nichts ent-decke, was eine solche Zusammenstellung dieses Malers mit Rafael, Michel-Angelo und Coreg-gio rechtfertigte. Rubens war ein Genie, mithin selbständig und ohne alle fremde Art. Un-richtige Vergleichungen verwirren die Begriffe, und deshalb fechte ich diejenigen an, welcheder Belgische Vcrfafser hier angestellt hat.
Wir werden nun im folgenden Paragraphen den Belgischen Verfafscr bis zu Ende desselbenallein sprechen lassen, wofür uns die Leser ohne Zweifel Dank wissen werden.
§. II. ÜBER DIE NEUERE BELGISCHE KUNST.
Davids Malerei beherrschte die Belgische. Die Französische Kunst hatte in unserer Schuleauch die letzten Rückerinncrungen an unsere Maler des 17teu Jahrhunderts verwischt. Davidhatte im Lande des Rubens, im Lande Van Eycks gänzlich aufgeräumt. So wie die Kriegs-völker der Republik und des Kaiserreichs sich in unseren Gauen festgesetzt hatten, so hattendie Grundsätze Davids in unseren Werkstätten Fufs gefast. Griechen und Römer hatten sichjeder Einbildungskraft bemächtigt und sämmtlicher Belgischen Paletten sich bemustert.
Lange Zeit übte David auf unsere Künstler nur einen mittelbaren Einfluss aus; als er aber