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BEILAGE A.
Aufstellung nach geschichtlichen Grundsätzen die einzige Art sei, um eine belehrende Ueber-sicht mit einer genufsreichen und bildenden Unterhaltung zu verbinden, diese kleine Skizzeder Kunstgeschichte beigeben zu müfsen, um dadurch diefs Prinzip überhaupt vertreten zukönnen. Der Versuch einer solchen Skizze ist bei dem Rcichthume des Gegenstandes nichtleicht, und die Ueberzeugung, nur das Allernothwendigste herausheben zu dürfen, um nichtfür den Zweck zu breit zu werden, mag mich für die Unzulänglichkeit der beigebrachtenArgumente entschuldigen. Da eine solche Betrachtung aber vorzüglich für Personen geschrie-ben ist, die in der Geschichte der Kunst nicht fremd sind, so brauchten viele Andeutungenauch nur kurz zu sein, weil sie eben nur die Bestimmung haben, am gehörigen Orte dasBekannte in Erinnerung zu bringen.
Ich hoffe, es ergiebt sich schlicfslich nun von selbst, dafs die Anordnung eines Museums,aus allen früher gegebenen Gründen, nicht vielumfafsend genug ausgedehnt werden kann,und dafs kein anderes Prinzip als das historische diesen Zweck in seiner ganzen Ausdehnungerfüllen kann, indem mm für alle Zwecke der bildenden Kunst sowohl, als für die Wifsen-schaft derselben, für den Geschichtschreiber und Philosophen, sich die belehrendsten Mate-rialien geordnet vorfinden, und es nicht ausbleiben kann, dafs sich zuletzt auch für den Aesthc-tiker Resultate herausstellen, welche die noch immer sehr schwankenden Gesetze der Schön-heitslehre aus vorhandenen Werken ergründen helfen, — um sie zu allgemeinen Gesetzenzu ordnen, und sie zur Bildung des guten Geschmacks bei allen gebildeten Nationen der Erdezu verbreiten.