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ERGÄNZUNGEN.
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Herr Meyer, in Hildburghansen, steht an der Spitze eines künstleri-schen und kaufmännischen Unternehmens, unter der Benennung »Bibliogra-phisches Institut«, welches eine erstaunliche Thätigkeit entwickelt. DieseAnstalt verdient um so mehr, dafs ihrer hier gedacht werde, als sie sicheben nicht der Gunst des Buchhandels zu erfreuen scheint, und weil siein vielfacher Beziehung die Aufmerksamkeit des Publikums verdient. Eswird Jedermann ein Leichtes sein, die Verdienstlichkeit dieser Anstalt selbstzu ermefsen, da ein Heft des dort in Lieferungen erscheinenden Werkes:»Meyers Universum«, welches jedesmal 11 Druckseiten und 4 Stahlsticheenthält, nur 7 Silbergroschen kostet; was auch der Preis für jede Liefe-rung des »Meyersehen Conversationslexikons« ist. Nur soweit die Kunstbei diesem riesenhaften Unternehmen betheiligt ist, geschieht seiner hierErwähnung; jedoch gestattet der Plan meines Werkes nicht, dafs ich hie-bei zu sehr ins Einzelne gehe. Herr Meyer hat mir auf meine Bitte dasNachstehende selber mitgetheilt.
Diese Anstalt beschäftigt 120 Künstler, gröstentheils Stahlstecher undDeutsche. 70 Pressen sind in beständiger Bewegung, um die Arbeiten der-selben zu vervielfältigen. Die Werkstätten der Anstalt, in Hildburghan-sen, Mafsfeld, Meiningen, Neustadt, Schweinfurt, Amsterdam, Paris undPhiladelphia, beschäftigen 400 Personen. In einigen derselben werden dieStahlplatten bereitet; andere sind zum Maschinenbau, zur Druckerei, zuden Pressen u. s. w. bestimmt.
Im Jahre 1825 liefs Herr Meyer, nach dem Beispiele der Engländer,die ersten Versuche im Stahlstich durch einige herbeigezogene junge Leutemachen. Das erste Unternehmen der Kunstanstalt war eine Reihe Bildnisseberühmter Zeitgenofsen. Ähnliche folgten jenem. Später liefs er die schön-sten und klassischsten Werke der Malerei, unter andern das Abendmahl