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DEUTSCHE KUNST.
NADORP,
geboren am Niederrhein im ehemaligen Herzogthume Berg, kam durch Ver-mittelung des Fürsten Salm nach Prag, wo er seine ersten Studien unterBerglers Leitung machte, sodann, nach einem kurzen Aufenthalte in Dres-den und Wien, nach Rom, wo er seit 17 Jahren lebt. Obschon er sichfür die Historie gebildet, giebt er sich doch mit Genre und Landschaft ab,welche letztere er gern in grofsem Maafsstabe und mit freier Auffafsungder Wirklichkeit ausführt, wie z. B. in dem Bilde der Villa Rafaels oder derVilla d'Este u. s. w. Ein Genrebild von ihm, auf dem er den Figuren bei-nahe Lebensgröfse gegeben, behandelt das Thema von einem Scriväno, der,im Beisein einiger theilnehmenden Freundinnen, die betrübte Herzensange-legenheit eines Mädchens zu besorgen hat. Im Jahre 1837 hatte er inseiner Werkstatt einen grofsen Carton, auf dem die Heilige Cäcilia nebstGregor und anderen Heiligen mit Engelchören dargestellt waren, und vondem er Aussicht auf Ausführimg al fresco hatte. Von ihm sind die Titel-blätter in dem Skizzenbuche und dem Album der Deutschen Künstler inRom, und jene beiden, freilich oft verspotteten Ölgemälde: die Hexen ausdem Macbeth und die Kinder Edwards im Tower.
Zu den älteren Deutschen Künstlern in Rom gehören auch noch die Her-ren Platner, Königl. Sachs. Geschäftsträger; von Kestner, Königl. Han-noverscher Geschäftsträger, der zugleich eine schöne Sammlung Gemäldeund Antiken besitzt; Senff aus Halle, als Blumenmaler sehr gerühmt; Deit-rer, der sich durch eine höchst sorgfältige Copie der Borghesischen Grab-legung ein dauerndes Verdienst erworben; Hopfgarten und Jollage ausBerlin, die einer Erzgiefserei vorstehen; Franz Kühlen, der sich viel
in.
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