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ROM.
befriedigt, das sagen uns ihre freudeblitzenden Mienen. Sie stützt sichmit der Rechten auf den durch einige eingeschlagene Nägel haltbarerenTisch, als der vorige war, und neigt ihr Ohr, um auch keine Sylbe zuverlieren, zu dem Schreiber, während sie uns ihr herzlich frohes Gesichtzukehrt. Sie darf überzeugt sein, dafs wir mehr, als der Schreiber, derdoch, um deutlicheren Lesens willen, die Tabackspfeife bei Seite gelegt, vielmehr aber gewiss, als Alles, was sie umgiebt, an ihr und ihrem ErlebnisTheil nehmen. Hühner und Hähne thun nicht desgleichen; eine schmun-zelnde Alte und ihre Katze spinnen gemüthlich ihre eigenen Faden und Ge-danken. Der Meister Barbiero zur Linken ist ganz in sein Amt und denBart des Bauern, den er unter dem Mefser hat, versenkt: eine unüber-treffliche Scene nichtssagenden Ernstes und überkleideter Gleichgültig-keit. Die hübsche junge Frau, noch weiter links, nachdenklich am Bodensitzend, den blühenden, runden Säugling im Korbe vor ihr, mag aus derFerne gekommen sein, und scheint mehr von der Liebe erzählen zu kön-nen, als Francesca in diesem Augenblicke hören möchte. — Im Hinter-grunde eine Osteria, davor zwei Männer im Gespräche mit einer Bürgers-frau, die ihr Kind, das nach vorwärts zappelt, unbekümmert um dessenBewegungen am Gängelbande hält. Der eine ist im Begriff, ihr Wein ein-zuschenken; sie will, obschon ohne ernstliches Widerstreben, gutmüthignachgebend, das Vollgiefsen verhindern. Aufserdem gehen Bettelmönche,hier einer, dort ein Paar, ihres Weges, da treibt ein Schuster sein Hand-werk, dort zieht ein Pilger vorüber: der ganze Raum ist, wie in der Wirk-lichkeit, mit Menschen angefüllt; alle sind sie Individuen, alle tragen siemehr oder weniger das Gepräge des Römischen Indifferentismus, über dennur Liebe und Zorn erheben können, welcher letztere zum Glücke nichtmit in die Scene genommen ist.