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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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DEUTSCHE KUNST.

seinem Einzüge, der dadurch zum Triumphzuge ward, einstimmten; sodanndas heitere und schöne Fest, das die ersteren ihm am Starenberger Seebereiteten, werden ihm wenigstens die Überzeugung gegeben haben, dafsdiesseit der Alpen sein Name in gutem und gefeiertem Andenken steht.

In Rom lebt Overbeck äufserst zurückgezogen, selbst den nächstenFreunden oft lange Zeit hindurch unsichtbar; doch nimmt er von Herzenan Allem Theil, was Gedeihliches in der Kunst geschieht; wogegen er auchmit einer bei der Milde und wahrhaftigen Bescheidenheit seines Wesensüberraschenden Bestimmtheit sich gegen Erscheinungen ausspricht, die ihmnur als die veränderte Wiederholung der alten Unkunst erscheinen.

Er ist Professor an der Römischen Jlcademia di S. Luca; eine eigent-liche Schule hat er nicht gebildet, wenn auch immer von Zeit zu Zeitjunge Leute an ihn sich anschliefsen, und er Jedem seinen Rath, wenner gesucht wird, aufs bereitwilligste und liebevollste ertheilt. Von denAusländern haben neuerer Zeit sich der Pole Brzozowski und der ItalienerPorzi nach ihm gebildet. Von letzterem sieht man in S. Maria in Cam-pidegli zu Rom ein Bild, einen Ritter, der sein Schwert zum Kreuze macht,um davor zu beten. Von den Deutschen schliefsen sich Kupelwieser, Hem-pel, Tunner und vor Allen Steinle an ihn an. Ein hoffnungsvoller Jüngererwächst ihm in seinem Sohne.

Nicht so entschieden eigenthümlich, wie Cornelius in der Wahl seinerFormen, die Overbeck zuerst Altdeutschen Meistern zu entlehnen gesucht,zeigt sich von Anfang an seine Richtung aufs Sanfte, Zarte, Innige in derKunst mehr, als auf das Gewaltige und Grofsartige, und vor Allem derSinn für Schönheit, der ihm in hohem Grade, und zwar in immer steigen-der Entwickelung, eigen geblieben. Als eine Ausnahme hievon, und alsein Zeugnis für seine Fähigkeit, sich auch in einer ihm fremden Sphärebewegen zu können, mufs die Zeichnung der Kreuztragung in der Samm-lung von Thorwaldsen gelten, wo er die Boshaften mit fast DürerischerSchärfe charakterisiert hat.