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ROM.
der Akademie ausgeschlofsen wurden. In dieser Lage war der Umgangmit mehreren gleichgesinnten Freunden, als mit Franz Pforr aus Frank-furt, Wintergerst aus Ellwangen, Sutter aus Wien, Vogel aus Zürich, nächst-dem aber der ermunternde Zuspruch und Rath des um viele Jahre älterenEberhard von Wächter aus Stuttgart, der vor den Kriegsunruhen aus Romnach Wien sich geflüchtet, und der getreulich und mit besten Kräften dievon Carstens eröffnete Bahn verfolgte, für Overbeck von grofsem, ja ent-scheidendem Werthe.
Overbeck war 1810 nach Rom gekommen. Ausgerüstet mit aufseror-dentlichen künstlerischen Gaben, fest in seiner Richtung, dabei anspruch-los, mild und bescheiden, ja man möchte sagen demüthig, liebevoll gegenJedermann, zog er Alle an, und ward, ohne es zu wifsen, noch zu wol-len, der Gründer und der Mittelpunkt der neuen Schule.
Wie auf Verabredung, und doch ohne allen äufsern Zusammenhang, hattesich fast gleichzeitig (einige Jahre früher) in Frankfurt a. M. ein ähnlicherFreundekreis von gleichdenkenden Künstlern um Cornelius gesammelt, undals daher beide Theile um das Jahr 1811 in Rom zusammentrafen, wares natürlich, dafs sie sich sogleich als ein Ganzes mit Einer Seele zusam-menfügten.
In dem Kreise dieser Freunde war es neben Cornelius vornämlich Fr.Pforr, dem Overbeck mit der vollsten Liebe zugethan war; aber für Vielewar er, selbst für aufserkünstlerische Entschliefsungen, Vorbild, und un-bedenklich folgten Viele nur seinem Beispiele, als sie aus der Evangeli-schen Kirche zur Römisch-Katholischen übertraten. Hauptsächlich kirch-lich-religiöse Rücksichten dürften es auch sein, die ihn in Rom festhalten;an Aufforderungen, unter ähnlichen Verhältnissen, wie seine Freunde, ins Va-terland zurückzukehren, hat es ihm nicht gefehlt: er hat jeden defsfallsi-gen Antrag abgelehnt. Nur einmal, im Jahre 1831, ist er, in Gesellschaft vonCornelius nach München zum Besuche gekommen. Der Jubel der Künst-ler bei seiner Ankunft, in dem Tausende von den Bewohnern der Stadt bei