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DEUTSCHE KUNST.
unübertrefflich nennen. Thorwaldsen besitzt mehrere Ölgemälde von ihm,von denen fast das Gleiche gerühmt werden kann, obschon man ihnenansieht, dafs ihres Meisters eigentliche Stärke in der Zeichnung beruht.Diese Gemälde, deren Motive meist aus der Umgegend Roms, und derenStaffage aus dem Testamente (Hagar in der Wüste, der barmherzige Sa-mariter) genommen sind, zeichnen sich durch eine eben so grofse Leich-tigkeit der Behandlung, als Gründlichkeit und Vollkommenheit der Ausfüh-rung aus, so dafs sie unstreitig zu den besten Werken der neuern Kunstgerechnet werden müssen.
FRANZ HORNY,
Landschaftsmaler,
aus Weimar, einer der talentvollsten und, nach dem Zeugnis Aller, dieihn kannten, einer der liebenswürdigsten jungen Künstler, kam, nachdemer sich ein Jahr lang in München aufgehalten, 1817 nach Rom; dort nahmBaron von Rumohr ihn unter seinen besondern Schutz und nach Olevano,wo er, ungefähr 22 Jahr alt, im Jahre 1819 starb. Seine landschaftlichenStudien und Gemälde, von besonders schöner und bestimmter Zeichnung,deren sehr viele im Besitz des o. g. Herrn von Rumohr sind, sind meistaus der Umgegend Roms, dem Sabiner-Gebirge und namentlich von Olevanogenommen, dessen pittoreske Lage er nie müde ward, von allen Seitenaufzunehmen. Aufserdem zeigte Horny grofses Talent für jene GattungOrnamente, in der einst Giovanni da Udine sich unsterblich gemacht, in-dem er mit grofsem Geschick die festen und zu stilisierenden Formenin der Pflanzenwelt erkannte. Von ihm sind die Festons und Fruchtsträufseauf Cornelius Cartons zum Dante.
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