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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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DEUTSCHE KUNST.

Anfser dem Gedichte Dante's waren es vornämlich die Mythologie unddas Alte Testament, die er in das Bereich seiner Darstellungen zog, und mitLiebe und Glück schilderte er das Leben der Heroen und Patriarchen, wiewir beides in späteren Landschaften von ihm, in die er es verwebte,wiederfinden. Mit entschieden geringerem Erfolge wandte er sich zu denErzählungen des Neuen Testamentes, deren reingeistige und supranatura-listische Höhe offenbar über dem Wirkungskreis einer sinnlich-kräftigen,dem sichtbaren Leben zugekehrten Natur, wie sie Koch hatte, lag. Be-kannt geworden ist, unsers Wifsens, von diesen Compositionen nichts,aber in seinen Portefeuilles haben sich viele derselben erhalten, unter de-nen die Kreuzigung Christi, wenn sie je veröffentlicht werden sollte, ammeisten Aufmerksamkeit erregen würde.

Von seinen anderen historischen Compositionen nennen wir noch sieben-undzwanzig Blätter zum Ossian, die er gemeinschaftlich mit Thorwaldsenradiert hat, und endlich noch, wiewohl ungern, ein Bild vom Tyroler Frei-heitskriege, an dem er selbst zwar mit grofser Liebe hing, das aber, nachunsrer Ansicht, durch seine Bizarrerien und schneidenden Widersprüche, dieGrenzen einer edlen historischen Kunst überspringt. Niebnhr in einem Briefan Savigny (Lebensnachrichten u. s. w., Band II. S. 292.) erzählt, unterAnführung von Kochs eigenen Worten, dafs z. B. eine zischende Schlangevon einem Misthaufen auffährt gegen die Tyroler hin (»Das seind dieLandesverräther, die das Land zu Wien um die Freiheiten gebracht haben «),und Frösche mit Orden umherkriechen und ein Tausendfafs (»Das seinddie unnützen Beamten«) u. s. w.

Alle Eigenthümlichkeiten, die man bei Koch als Historienmaler wahrneh-men kann, kehren in der Landschaftsmalerei wieder, zu der ihn Talent,Neigung, auch wohl äufsere Umstände, ja, wenn man will, sogar ein Irr-thum geführt. »Die Natur«, pflegte er zu sagen, »ist das grofse ABC,mit welchem die Kunst ihre Sprache bildet, da kann man keine Buchstabenherauswerfen oder bevorzugen, und Historie und Landschaft lafsen sich

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