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ZU
ROM.
Abtheilung des jenem Dichter gewidmeten Zimmers in der Villa Massimicd fresco auszumalen. Obschon weder in der Anordnung gröfserer Dimen-sionen für die Gestalten, noch im Technischen der Frescomalerei geübt,übernahm der rüstige alte Koch dennoch diese Arbeit, und führte sie (wennman keine Anforderungen an technische Vollendung und formelle Durch-bildung mitbringt) vortrefflich, jedenfalls höchst geistreich aus. Über demEingange malte er die Einleitung des Gedichts, ein Bild, in dem die ganzeStimmung, und dann im Einzelnen vornämlich die Landschaft bedeutendist. In dem Bilde der Hölle drängte er die Hauptmomente der Dante'schenSchilderungen zusammen: in der Mitte Satanas im Flammennimbus, denLeib mit Schlangen umwunden, den Scepter in der Rechten, vor ihm dieSünder der Heuchelei und des Geizes, der Schlemmerei und Wollust, angst-voll vor Teufelsschlägen sich krümmend; Paolo Malatesta und Francescadi Rimini, von einem Schwerte in der Umarmung durchbohrt durch dieLuft schwirrend; die Bestrafung der Diebe; Ugolino und Ruggieri; den Sturzder Gewaltthätigen und Selbstmörder, und endlich Dante und Virgil aufdem Geryon über den Abgrund reitend. — Nicht von so kühner Phantasie,die der Gegenstand selber mäfsigte, aber von grofser Schönheit und reichan malerischen Motiven ist das dritte Bild, der Eingang ins Purgatorium,wovon wir unseren Lesern eine lithographierte Abbildung mittheilen. DerNachen mit den Seelen, die unter Gesang des Psalmes »Da Israel ausÄgypten zog u. s. w.« über das Meer des Todes von Engeln geführt wor-den, landet am Ufer des Fegefeuerberges, wo Dante und Virgil vor demEingange knieen und vom Engel, der mit Schwert und Schlüfsel das Thorbewacht, Zutritt erbitten. — Links sieht man das Thal aus dem 7ten Ge-sänge, wo die Engel die Paradiesesschlange abhalten, und rechts die Ret-tung einer Seele aus den Klauen des Teufels. — Auf dem vierten Bildestellte Koch verschiedene Scenen der Läuterung dar, als z. B. die derHoffährtigen, die schwere Lasten unter fortwährendem Lobe Gottes tragenmüfsen, u. s. w.