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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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ROM.

Ausführung. Diese kann man sich nicht anspruchlos genug vorstellen.Kein Kunstmittel, weder der Zeichnung, noch der Modellirnng, noch derBeleuchtung oder Färbung galt ihm weiter, als nur der Darstellung zu die-nen. »Wir bemerken« sagt Fernow sehr richtig »bei seinen Werken kaum,dafs sie gemacht sind, wir sehen die Darstellung, und weiter nichts.«

Eigenthümliches. Fragen wir, nach allem diesem, was denn das Ei-gene, Neue gewesen, wodurch der Künstler sich nicht nur von seinen Zeit-genofsen, denen er wider-, sondern auch von den Alten, denen er nach-strebte, unterschied, so werden wir uns den Aufschlufs aus seiner Naturund seiner Art, sich zu bilden, holen. Freilich sieht jeder leicht, dafs dieWerke von Carstens weder zur Zeit des Perikles, noch im 16ten Jahrhundertentstanden sind: und doch erkennt man in ihnen gleicher Weise den Geistdieser verschiedenen Zeiten und Richtungen. Wie vereinigen sich solcheWidersprüche anders, als wenn man erkennt, dafs er, statt die Werke deralten Kunst nachzubilden und nachzuahmen, vielmehr nur den ihr inwoh-nenden Geist in sich aufnahm, und diesen aus sich heraus neue Blütentreiben liefs, die, eben um dieses neuen und, wie man gleich hinzufügenmufs, Germanischen Stammes willen, an dem sie erschienen, von den altenverschieden, und um ihres Ursprunges willen, demselben verwandt waren.Das aber war das Neue, dafs er, was er schuf, alles aus sich heraus-schuf. Vom ersten Gedanken an bis zur letzten Form eines Gliedes warnichts von aufsen hergeholt und zusammengesetzt; alles war, und zwarals Alles, nicht als Einzelnes, von ihm in Geist und Gedächtnis aufgenom-men worden, und aus diesem wiedergeboren, trat es in organischem Zu-sammenhange in seinem Kunstwerke hervor. Wie er in frühern Jahren dieAntiken, ohne eine zu copieren, sich durch blofses fleifsiges und gründli-ches Anschauen so eingeprägt, dafs er sie aus dem Gedächtnis aufzeich-nen konnte, so benutzte er später bei seinen Compositionen niemals dassogenannte Modell, um seine Entwürfe danach zu berichtigen; er machtedie Natur, wie der Dichter die Sprache, sich erst zum Eigenthum, ehe er