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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
Entstehung
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259
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DEUTSCHE KUNST.

Studio von den besten seiner Compositionen eine Ausstellung, zu der er dasRömische Publikum durch eine öffentliche Anzeige einlud, worin zugleichdie Bilder nebst ihrem Inhalt namhaft gemacht sind, zu denen zuletzt nochdie während der Ausstellung gefertigte Zeichnung der Nacht mit ihren Kin-dern kam.

Carstens hatte kein Ölgemälde mit ausgestellt. Diefs war in einer Zeit,wo der ganze Werth eines Malers in den Pinsel gelegt wurde, unerhört.Dazu kam die Neuheit der Gegenstände und der ganz ungewöhnliche Stylder Zeichnung. Man wüste nicht recht, woran man war. Bald aber er-kannte man die Verwandtschaft mit den alten Meistern, eine Übereinstim-mung in Darstellung und Ausdruck, wie sie seit ihrer Zeit nicht wieder-erschienen, und die anfängliche Verwunderung ging in Bewunderung und infast allgemeinen Beifall über. Von allen zuerst waren es die Italiener,in denen der nicht ganz erloschene Geist der Väter den Ernst und dieGröfse des neuen Genius erkennen liefs: Camuccini aus Rom, Benvenutiaus Florenz, und der Mailänder Bossi sprachen laut sein Lob aus, bewar-ben sich um seine Freundschaft, und zogen ihn bei ihren Compositionenzu Rathe. Auch die Engländer vereinigten sich zu gleicher Anerkennung.Ganz anders die Deutschen, die fast mit der einzigen Ausnahme von Wäch-ter aus Stuttgart, sich feindselig, missachtend und spottend äufserten, undunter denen der auch als Schriftsteller bekannte Maler Müller (Teufels-Müller genannt) die Schmach auf sich lud, durch eine den »Hören« zu-gesandte boshafte Beurtheilung die ersten Werke der neuerwachten Deut-schen Kunst öffentlich geschmäht zu haben *.

Hatte Carstens sich früher nicht irren lafsen, so liefs er sich jetzo nichtkränken. Er hatte im Allgemeinen mit seiner Ausstellung seinen Zweckerreicht; er glaubte jetzo sein Ansehen soweit gesichert, dafs er keiner

* Sendschreiben des Malers Müller in Rom, Hören 3. Jahrgang 1797, 3. und 4. Stück.Die anerkennende Berichterstattung Fernows im Deutschen Mercur ist aus der Zeit der Aus-stellung 1795.

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