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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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DEUTSCHE KUNST.

nicht mehr Mannigfaltigkeit der Bewegung und Keckheit des Vortrags, wasman zu suchen hatte, so fragte es sich nun, ob schöne Schultern undHüften, ob Griechische Profile befriedigten? War noch ein Keim selbstän-digen Lebens in der Kunst, so muste sie sich verneinend aussprechen.Sie that es, und zwar zur befsern Bestätigung zweimal. Denn wie inder Malerei Mengs, so war in der Sculptur Canova als Gegner der durchBernini herrschend gewordenen Kunstverzerrung und als Vermittler einerneuen Zeit, und zwar gleicher "Weise durch Zusammenstellung entspre-chender Formen und Annehmlichkeit des Vortrags, aufgetreten, und hatte,wie jener, den Ruhm, dafs seine Werke von seinen Zeitgenofsen der An-tike gleich geachtet wurden, aber auch den Schmerz erlebt, die von ihmbetretene Bahn von seinem Nachfolger als offenbaren Irrweg bezeichnetzu sehen.

Dem Germanischen Geiste war die Wiederherstellung der Kunst vorbe-halten. Wie einmal schon im Mittelalter dieser Geist es war, der mitseinen erhabenen Kirchenbauten der auflebenden Kunst die Gesetze undden Rhytmus der Composition vorgeschrieben, so war ihm in unsern Ta-gen zum zweiten Male dieselbe Aufgabe ertheilt, nur dafs er jetzt umge-kehrt mit den Künsten anfing, zu denen er früher erst hingeleitet: mit derMalerei und Sculptur. Aus dem hohen Norden, aus der Tiefe seiner Na-tur brachte er die Genien, die der erstorbenen einen neuen Lebensodemeinhauchen sollten: aus Schleswig den Maler Carstens, aus Island denBildhauer Thorwaldsen. Und wie demselben Germanischen Geist im Mit-telalter sein Werk der Wiederherstellung nur in Gemeinschaft mit demGriechischen (und Römischen) Alterthume vollkommen gelang, so kehrteer auch jetzt wieder zuerst dahin zurück.

Ehe wir jedoch davon sprechen, wie die genannten Künstler ihre Auf-gabe gelöst, ist es nöthig, noch einen Blick auf jene Übergangsperiode zuwerfen, zumal da neben der genannten falschen Richtung noch eine zweite,nicht minder fehlerhafte, von Frankreich aus angeregte, kam, in der als

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