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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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DRESDEN.

dessen Treue in Noth und Gefahren zu ehren wüste, in Weimar feierlicheinzog, war er schon in so hohen Jahren und als Künstler so zurückge-schritten, dafs er wohl wenig Theil an diesem Meisterwerke haben kann.

Georg der Bärtige, Markgraf von Meissen, baute das Schlofs in Dresden,und wählte diese Stadt zur Residenz, die es sodann auch für die Kurfür-sten blieb, so dafs die Künste erst daselbst einheimisch wurden, als ihreAusübung in Verfall kam *.

Wir haben also gesehen, dafs gegen das Jahr 1500 in Sachsen Cranachskünstlerisches Wirken begann, und dafs sein Sohn diese Thätigkeit bis überdie Mitte des 16ten Jahrhunderts fortsetzte. Die vielen alten Malereien,welche mit dem Stempel der Cranach'schen Manier bezeichnet sind, zeugenvon einer grofsen Anzahl von Schülern. Einige dieser Bilder sagen dem Ge-schmacke eines Theiles des Deutschen Publikums zu, und sind nicht ohneWerth; ein ungleich gröfserer Theil scheint mir dazu geeignet, die Altdeut-sche Schule blofsznstellen, und zu dieser Reihe möchte ich das Bild indem Berliner Museum zählen, welches das Verjüngungsbad der alten Weibervorstellt. Hier bieten die Naivetäten keinen hinlänglichen Ersatz für dieAbscheulichkeiten, deren es eine so grofse Mafse in diesem Bilde giebt.

Das 17te Jahrhundert, als noch unbedeutender in Beziehung auf Kunst,wollen wir übergehen.

MENGS ward 1728 zu Aufsig in Böhmen geboren, trat um 1744 in Au-gusts III. Dienste, ging aber bald darauf nach Rom. Er brachte neuesLeben in die Kunst. Dieser grübelnde Kopf, dieser ästhetisch-artistischeEklektiker hatte mehr Verstand als Gefühl, mehr Überlegung als Geschmack,daher seine Arbeiten mit Wärmestoff nur ärmlich versehen sind, aber oftdem Verstände und dem Auge genügen. Er besafs in einem nicht unge-wöhnlichen Grade die Gabe der Composition und der Anordnung, und seineWerke zeigen oft Grofsheit und Würde. Eins seiner vorzüglichsten Werkeist die Himmelfahrt Christi: grofses Gemälde des Hauptaltars der Dresdner

* Obige Notizen verdanke ich dem Herrn von Quandt.

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