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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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DRESDEN.

Chorbücher, welche ohne Zweifel von den Malern herrühen, die in Böhmenmit Thomas von Modena gearbeitet haben.

In Leipzig werden in der Universitätsbibliothek Bücher aufbewahrt, welcheMönche aus Borna im Uten Jahrhundert schrieben. In der Kirche der Uni-versität sieht man Gemälde, welche unverkennbar Italienischen Ursprungessind, und vielleicht auch dem 14ten Jahrhundert angehören.

In Chemnitz soll im 14ten Jahrhundert ein Künstler, der HANS VONKÖLN geheifsen und Maler und Bildschnitzer gewesen, sich niedergelafsenhaben.

Hauptsächlich aber war es der ergiebige Bergbau, an welchem Nürnbergsunternehmende Einwohner lebhaften Antheil nahmen, durch den Zwickauund Annaberg mit Künstlern jener Deutschen Kunstvaterstadt bekannt, undveranlafst wurden, sich in Besitz von trefflichen Kunstwerken zu setzen.Des Meisters Michel Wohlgemuth vorzüglichste Werke, aus welchen mandiesen Künstler erst recht kennen und würdigen lernt, schmücken noch jetztden Altar der Hauptkirche zu Zwickau; und schöne Bilder aus Dürers Schulesind Kunstschätze, welche man in den Städten Annaberg und Buchholz auf-suchen mufs.

Unter den Sächsischen Fürsten war Friedrich der Weise, der sich es vor-züglich angelegen sein liefs, die Künste in Sachsen einheimisch zu machen,Dürern beschäftigte, L. CRANACH in seine Dienste nahm, und mit ihm1493 eine Reise nach Palästina antrat.

Das meiste, was Friedrich der Weise an Kunstschätzen zu Wittenbergsammelte, ward ein Raub des Krieges und der Flammen, und Cranach selbstging als Künstler im Gewirre der Zeiten unter. Die Gemälde, welche vonihm auf der Stadtbibliothek in Leipzig aufbewahrt wurden, und einige Bil-der in Schleisheim, gehören zu den vorzüglichsten Werken des 16ten Jahr-hunderts. Das schöne Altarbild in Weimar ist, wahrscheinlich zum gröstenTheil, von CRANACH, dem Sohne, vollendet; denn als Lucas an der Seite

seines Herrn.

des Kurfürsten Johann Friedrich des Grofsmüthigen,

der