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GENREMALER.
dem Kunsthändler Sachse ein solches kleines Bild von ihm gesehen, wel-ches einen Weltgeistlichen und einen Mönch darstellte.
Seinen Ölgemälden sieht man, wie allen seinen andern Arbeiten, den ihmeigenen satyrischen Geist an; doch lafsen sie, was die Ausführung anbe-trifft, noch manches zu wünschen übrig. Bis jetzt ist er noch nicht ganzzu der, den Französischen Malern eigenen Geschicklichkeit in der Pinsel-führung gelangt, welche er sich zum Ziele gesetzt zu haben scheint.
XIII. XIV.
MEYERHEIM (EDUARD), AUS DANZIG; GEBOREN 1808 (UND SEINBRUDER WILHELM ALEXANDER; GEBOREN 1814).
Er ist der Sohn eines Malers, und verdankt seinem Vater den ersten Un-terricht in seiner Kunst; auf der Akademie in Berlin hat er seine Studienfortgesetzt. Er hat sich auch der Architektur befleifsigt, und seine litho-graphischen Arbeiten, die ihn einige Jahre lang beschäftigt, haben in einerReihe von Blättern Abbildungen alter Denkmäler der Mark Brandenburg ge-liefert. Seitdem er wieder zum Pinsel gegriffen, hat er mehrere reizendeBilder hervorgebracht, als: das Kegelspiel, der blinde Bettler, ein Schei-benschiefsen Westfälischer Bauern, Altenburger Landleute bei der Ärnte,Kirchgang Thüringischer Bauern.
Sein Bruder Wilhelm ist sein einziger Schüler und ganz des Lehrerswürdig. Die Ausstellung von 1838 hat mehrere Beweise davon gegeben.Er hat bereits hübsche Genrebilder und gute Steindrücke gemacht.
Sämmtliche Arbeiten Eduard Meyerheims tragen das Gepräge des Fleifsesund der Anspruchslosigkeit; diese Eigenschaften machen ihn zu einem derliebenswürdigsten Maler unsrer Zeit. Fast möchte ich einigen seiner Arbei-ten einen Mangel an Luft zum Vorwurf machen: sein blinder Bettler aber,ein köstliches Bild, welches Professor Rauch besitzt, hat gewiss weder