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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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GENREMALER.

seine Fähigkeiten nicht ausschliefslich, sie ist aber sein Beruf, und ist dasFeld, das er ergiebig zu machen gewust hat. Er verdient die grofsenVortheile, die er hieraus zieht, und diese sind in der That höchst an-sehnlich.

Das bedeutendste von allen seinen Werken ist die grofse Parade inBerlin, ein Gemälde von 8 Fufs Höhe und 12 Fufs Breite, worauf sichüber hundert Portraits der bekanntesten Personen dieser Stadt befinden.Es ist Eigenthum des Russischen Kaisers; er hat 10,000 Thaler dafür er-halten.

Auf der Ausstellung des Jahres 1839 war von ihm eine andre Paradezu sehen, welche er für den König gemalt hatte. Es ist derselbe Gegen-stand, den er für den Kaiser von Rufsland behandelt hat, jedoch keine Wie-derholung, noch weniger eine Copie davon. Auch dieses Bild enthält eineMenge Portraits der bekanntesten Personen Berlins, ohne Unterschied desStandes: Professoren, Künstler, Beamte, Schauspielerinnen, Schauspieler,Staatsmänner, Militairpersonen, die täglichen Besucher der Kaffeehäuser undÖffentlichen Spatziergänge, die bekanntesten Gaffer; fast alle diese Portraitssind sprechend ähnlich. Dieses Bild ist eines Vernet würdig. Es machtzugleich einen überaus angenehmen Eindruck, und ist von vollkommenerÜbereinstimmung.

Auch hat Krüger das Bildnis des Kaisers Nikolaus zu Pferde, mit einemzahlreichen Gefolge, gemalt; die Figuren haben mehr als Lebensgröfse. DiesGemälde ist 15 Fufs hoch und zwölf Fufs breit. Desgleichen hat er denKönig von Preufsen zu Pferde, und Bildnisse andrer Personen zu Fufs inLebensgröfse gemalt. Er hat eine unzählige Menge Portraits in schwarzerKreide gezeichnet, von denen viele lithographirt worden sind. Die ganzeKönigliche Familie ist von ihm gezeichnet; welche Bildnisse nachher auchin Steindruck erschienen sind. Fast jede nur einigermaafsen bekannte Per-son hat ihr Portrait von ihm in Kreide machen lafsen; und ich kenne de-ren nur wenige, die nicht sprechend ähnlich wären. Zu den schönsten