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BERLIN.
Er ist als Genremaler besonders geschickt, die Kleiderstoffe, Waffen und
Hausgeräthschaften mit einer Wahrheit wiederzugeben, welche der alten
Niederländischen Meister würdig ist.
In der Sammlung des Consuls Wagner befindet sich von ihm ein alter
und ein junger Büchsenschütze an einem Fenster. Wach hält dieses Bild
für seine beste Arbeit. Ich aber ziehe seine Aschenbrödel vor, die sich
iim Besitz des Prinzen Wilhelm, Sohnes Seiner Majestät, befindet. Dies
war eins der niedlichsten Stücke auf der Ausstellung von 1836. Die Ma-lerei darin ist lieblich, der Ausdruck im Gesichte sanft, die Stellung anmu-thig; die Beiwerke sind, vor allen der Kefsel, von unübertrefflicher Wahr-heit. Dieses Bild ist auch in Steindruck erschienen; desgleichen ein andresvon ihm, eine Zigeunerin, die einem Schwedischen Soldaten wahrsagt: diesgeschieht in einem Wirthshause, mitten unter den andern Anwesenden. Einsseiner vollendetesten Gemälde ist sein Sterndeuter; die Arbeit daran ist, wasZartheit der Behandlung anbelangt, eines Mieris würdig.
XL
KRÜGER (FRANZ), AUS DESSAU; GEBOREN UM DAS JAHR 1797.
Ein halbes Jahr ausgenommen, in welchem er auf der Akademie zeich-nete, ist er einzig und allein bei der Natur in die Schule gegangen, undhat keinen andern Lehrmeister gehabt. Pferde, Bildnisse, Militair- und Jagd-scenen, Hunde und dergl. sind diejenigen Gegenstände, denen er sein Ta-lent gewidmet hat, und zu welchen seine natürlichen Anlagen ihn hinziehen.Er ist als Pferde-, Militairgruppen- und Genremaler für uns das, was Ver-net für Frankreich, und Peter Hefs für Baiern sind; indessen hat er nie,Avie Vernet, historische Gegenstände, auch nur wenige Bildnisse in grofsemMaafsstabe, und nie, wie Hefs, Schlachten gemalt. Ich zweifle jedochnicht, dafs er auch hierin ausgezeichnet sein würde. Die Kunst beschäftigt