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GESCHICHTSMALER.
mit den Malern hat, welche die gegenwärtige Zeit verherrlichen, wenn manbedenkt, dafs er einer von uns so entfernten Periode angehört, und dafsseine künstlerische Thätigkeit schon lange vollständig sich entwickelt hatte,bevor Cornelius, Overbeck und deren zahlreiche Nacheiferer sich zuerstbestrebten, die Künste in Deutschland wieder ins Leben zu rufen.
XXXI.
LAUSKA (KAROLINE), AUS BERLIN; GEBOREN IM JAHRE 1794.
Ein Engel, Kniestück in Lebensgröfse, im Besitz der Königin von Han-nover, ist das Werk, welches den Ruf der Madame Lauska zu begründen,am meisten beigetragen hat. Diese Malerei ist fein ausgeführt, von einemFarbenschmelz und glatt wie Emaille, und vom glänzendsten Colorit. Es istein Gemälde, worin die Weichheit sich in einer Art geltend macht, die anCarlo Dolce erinnert; es hat eine richtige Zeichnung, und ist von einerEmpfindsamkeit, welche das Mitgefühl zu erwecken versteht. Es mangeltihm an Grofsheit und Ausdruck: aber es zeigt sich auch in diesen Bezie-hungen so anspruchslos, dafs man dieselben gar nicht einmal vermisst; esfesselt die Frauen, es gefällt jedermann. Wenn ich nicht irre, so sind meh-rere Copieen davon vorhanden.
Der König besitzt von ihr einen nach dem Leben gemalten Kopf, unddrei Engel in Lebensgröfse. Eine Heilige Katharina, mit dem Palmzweigein der Hand, befindet sich zu Amsterdam. Sie hat noch eine zweite Hei-lige Katharina in Lebensgröfse, ihre Märtyrerwerkzeuge tragend, gemalt,und eine ziemlich beträchtliche Anzahl Copieen gemacht. Im Jahre 1838hatte sie einen Engel zur Ausstellung gegeben, an welchem mir Zeichnungund Malerei so schwach schienen, dafs ich nimmer die Meisterin darin er-kannt hätte, die den obenerwähnten Engel malte.
Die Gemälde eigener Erfindung der Madame Lauska sind nicht zahlreich,
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