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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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ALLGEMEINES.

Ochon seit langer Zeit lafsen die Päpste es sich angelegen sein, ein sicht-bares Denkmal ihrer Regierung der Nachwelt zu hinterlafsen, und man darfnur an Rom denken, um zu wifsen, dafs es daselbst immer Altes zu er-halten, Zerstörtes aufzubauen, Neues zu errichten giebt, dafs somit derGeist der Kunst immer neue Nahrung, Anregung zu neuem Aufschwüngefindet. Wenn das, was neuerdings in Rom geschah, den Anforderungender Zeit nicht ganz angemefsen erscheint; wenn die neueren Kunstwerkenicht nur in Misverhältnis zu den alten, sondern auch zu gleichzeitigenbei anderen Nationen stehen: so trifft der Vorwurf nicht die Regierung, alsob sie nicht hinlänglich die Bedeutung der Kunst würdige, sondern Gehaltund Richtung künstlerischer Kräfte selbst reichen zu gröfseren Erfolgennicht aus. Am wenigsten wird den unbefangenen Blick das befriedigen,was im Gebiete der Architektur, mehr hingegen das, was in der Sculpturgeschaffen wird; unsicher zwischen Altem und Neuem, zwischen Italienund Frankreich, schwankt die Malerei; und wie viel sich auch hier neueElemente zeigen, aus dem Bisherigen läfst sich noch nicht mit Bestimmt-heit auf eine Wiedergeburt der Kunst im Sinne der alten Zeit und derHeimat alles Schönen schliefsen. Dennoch ist eine eingetretene Änderung,eine Art Gährung künstlerischer Kräfte, wie sie sich um den Anfang des

* Dieser Aufsatz ist vom Dr. Ernst Förster im Jahre 1837 geschrieben. Jeder vertrittseine Meinung.

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