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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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WIEN.

deren für jedes Kunstfach eine besteht, und in der Regel auf die Dauervon vier Jahren mit einem Gehalte von jährlichen 800 Fl., unter Vergütungder Kosten der Hin - und Herreise, verliehen wird. Die Anzahl der akade-mischen Schüler, mit Ausschlafs der beiden letzten Hauptabtheilungen, be-trägt etwa 480, wovon ungefähr 80 auf die Architekturschule gerechnetwerden müfsen. Die 3te und 4te Hauptabtheilung bilden zugleich einenTheil des polytechnischen Instituts, und werden noch in weit gröfserer An-zahl besucht.

Die Akademie als Kunstgesellschaft besteht, unter Oberleitung des Cura-tors, aus dem akademischen Rathe und aus den Ehren- und Kunstmitglie-dern. Den Rath bilden: der Präses, der beständige Secretär und die Räthe.Curator der Akademie ist seit vielen Jahren schon Fürst von Metternich;beständiger Secretär Ludwig von Remy, Architekt und Kanzleidirector derk. k. Hofbaudirection; die Stelle des Präses ist seit dem Rücktritte desGrafen und obersten Kämmerers Czernin unbesetzt. Die Räthe müfsen ent-weder wirkliche Künstler oder anerkannte Kunstkenner sein, und führendaher den Titel: ordentliche oder aufserordentliche akademische Räthe. Allediese Personen werden von der Akademie gewählt, und über Vortrag desCurators unmittelbar vom Kaiser bestätigt. Zu Ehren- und Kunstmitglie-dern können In- und Ausländer entweder auf eigenes Ansuchen, oder aufVorschlag eines andern Mitgliedes ernannt werden. Den Statuten gemäfs,sollen sich jährlich der akademische Rath und alle anwesenden Mitgliederam 12. Februar unter Vorsitz des Curators versammeln, wo die Preise ver-theilt und zugleich die neuen Mitglieder promulgiert werden. Zu Ehrenmit-gliedern sollen nur Männer, welche sich um die Kunst verdient gemachthaben, zu Kunstmitgliedern nur Künstler von ausgezeichnetem Talent ge-wählt werden. Die letzteren sind verbunden, wenn sie selbst um die Auf-nahme angesucht, ein Werk als Aufnahmsstück einzusenden, welches derAkademie als Eigenthum verbleibt, und zur Vermehrung des akademischenMuseums verwendet wird.