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WIEN.
Wegmaier für die Blumenmalerei; Leybold für die Kupferstechern; Kinin-ger für die Schabkunst, und Anton Schaller für die Anatomie.
2) Die Schule der Architektur; sie umfafst nicht nur die Baukunst imvollsten Verstände, sondern auch alle Vorbereitungskenntnisse der Arith-metik, Geometrie, Perspective, Mechanik und Hydraulik. Sie wird geleitetvon P. Nobile, als Director, mit den Professoren: Ostertag, Sprenger undRösner.
3) Die Schule der Gravier- und Erzverschneidungskunst lehrt Stahl, Erzund Edelsteine in erhobener und vertiefter Arbeit zu schneiden, Metallezu treiben und zu formen, Walzen und Stanzen zu schneiden u. s. w. Siewird geleitet von Director Klieber mit dem Professor B. Bongiovanni.
4) Die Schule der Anwendimg der Kunst auf Manufacturen, besondersauf Weberei und Stickerei, unter der Leitung des Blumenmalers Franz Pet-ter, welchem S. Gruber als Professor beigegeben ist.
Als Nebenzweige der akademischen Hauptabteilungen müfsen angeführtwerden: eine Lehrkanzel für Ästhetik, Kunstgeschichte und Alterthums-kunde; dann eine zahlreiche Sammlung von Büchern, Stichen und Zeich-nungen; endlich eine Gemäldesammlung durch den verstorbenen Präses derAkademie, Grafen von Lamberg, gegründet, durch die einkommenden Auf-nahmsstücke eintretender Mitglieder vermehrt, und gegenwärtig einer neuenBereicherung durch Gemälde Venezianischer Schule entgegensehend. Pro-fessor der alleemeinen Theorie der bildenden Künste und Bibliothekar istJohann Trost; Custoden der akademischen Galerie sind S. G. Waldmüller,mit dem Range eines akademischen Professors, und Joseph Führich.
Die Aufnahme der Schüler geschieht durch die Directoren, und ist, sowie die Benützung aller akademischen Hülfsmittel, ganz frei und unentgelt-lich. Über ihre Verwendung erhalten die Schüler Zeugnisse; zur Aufmun-teruno- und Erregung des Wetteifers bestehen gröfsere oder kleinere Preisein Gold- und Silbermünzen, oder in baarem Gelde. Besonders ausgezeich-neter Fortschritt giebt Anspruch auf eine k. k. Pensionärsstelle in Rom,
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