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WIEN.
Unter der unmittelbaren Leitung der Akademie steht auch die ursprüng-lich von drei zu drei Jahren zu veranstalten bestimmte Kunstausstellung;welche aber seit dem Jahre 1834 alle Jahre Statt findet.
IX.
GALERIEN UND KUNSTSAMMLUNGEN.
Unter den in Wien vorhandenen Kunstschätzen verdient wohl die k. k.Gemäldegalerie im Belvedere einen ausgezeichneten Rang, nicht nur inDeutschland, sondern in ganz Europa. Im Jahre 1837 ist von AlbrechtKrafft, einem Sohne des Galeriedirectors P. Krafft, der erste Band, ent-haltend das Verzeichnis aller Werke, herausgegeben worden, welchem einräsonnirender Katalog als zweiter Band bald folgen wird.
Aufser dieser berühmten Galerie, bestehen noch zwei grofse Galerien,nämlich die fürstlich Esterhazysche und die fürstlich Lichtensteinische Ge-mäldesammlung. Die erstere wurde erst in neuester Zeit vom verstorbe-nen Fürsten von Esterhazy um ungeheure Summen angekauft, und enthältmeist Werke Niederländischer Meister, aber auch einige höchst schätzbareGemälde der Spanischen und Französischen Schule. Nicht weniger zahl-reich und werthvoll ist die fürstlich Lichtensteinische Galerie, in welcherdie grofsen Bilder von P. P. Rubens: Mutius Scaevola u. s. w., besondersschätzbar sind.
Aufser vielen kleineren Sammlungen, enthalten die Kunst-Museen desGrafen von Czernin, die gräflich Schönbornsche Galerie, ferner die Samm-lungen der Herren Adamovitsch, Rud. Arthaber, Beck, Hofbauer, Feldmül-
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ler und besonders der Gebrüder Jaeger, zahlreiche und höchst werthvolleGemälde älterer und neuerer Künstler. Die akademische, früher gräflichLamberrische Galerie ist ohnehin schon erwähnt worden.
Rücksichtlich der Kupferstichsammlungen wird wohl Wien nicht leicht