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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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WIEN.

neu sich gestaltenden Kunstansichten anzupafsen. Aber erst Kaiser Jo-seph II. gab der Akademie, welcher nunmehr auch die unter SchmutzersLeitung früher selbständig bestandene Akademie der Kupferstecher- undErzverschneidungskunst einverleibt wurde, in dem vormaligen Jesuiter -Noviziathause zu St. Anna bleibenden Sitz, und festen Bestand durch Er-theilung neuer Statuten, welche im Jahre 1800 genauer bestimmt und imJahre 1812 neu geregelt' wurden.

Diesem zufolge hat sich die k. k. Akademie der vereinigten bildendenKünste als Kunstschule und als Kunstgesellschaft zu betrachten, ist übri-gens ein selbständiges, von keiner Behörde abhängiges Institut, und durchden Curator unter den unmittelbaren Schutz des Kaisers gestellt. Sie er-bittet sich den Curator, der ein hoher Hof- und Staatsbeamter sein soll,vom Kaiser selbst, und bringt den Präses des akademischen Rathes, des-gleichen ihre Mitglieder und Beamten in Vorschlag. Sie ist oberste Kunst-behörde der Nation, deren Gutachten in Sachen der Kunst und öffentlichenDenkmäler durch den Curator eingeholt wird.

Die Akademie als Lehrkörper enthält vier Hauptabtheilungen, und zwar:1) Die Schule der Maler, Bildhauer, Kupferstecher und der Mosaik. Sieumfafst: die Anfangsgründe der historischen Zeichnung nach Original-Hand-zeichnungen; die Zeichnung und Modellierung nach Antiken; die Knochen-und Muskellehre nach dem Skelette, nach Abbildungen und Präparaten;die Zeichnung und Modellierung nach der Natur und mit dem Wurfe derGewänder; die Landschaftszeichnung nach Originalien und nach der Na-tur im Freien; die Blumen- und Thiermalerei; endlich die Bildhauerei inAllem, was der Bildner als Stoff bearbeitet, in Stein, Metallen und Erden,die Mosaik. An der Spitze dieser Hauptabtheilung steht jetzo der Histo-rienmaler Anton Petter; ihm zur Seite die Professoren: J. Ender und Kupel-wieser für die Historienmalerei; Joh. Schaller und Kähfsmann für die Bild-hauerei; L. Pichler für die Steinschneidekunst; Gselhofer für die Elementar-zeichnung; Thomas Ender, Möfsmer und Steinfeld für das Landschaftsfach;