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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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WIEN.

Drang ihres Herzens diese Richtung zuerst ergreifen liefs; und bald wurdedieses Streben, im Geiste der alten Meister zu denken und zu componie-ren, so allgemein von jungen Künstlern angeeignet, dafs Overbeck, gleich-sam als Verführer derselben, von der Akademie förmlich zur Rede gestellt,und sein Streben einem harten Tadel unterzogen wurde. Zwar verliefsOverbeck bald darauf Wien, zwar behauptete noch lange die idealistischeSchule auf der Akademie ein entschiedenes Übergewicht, und blieb langeZeit Scheffer von Leonardshof, seiner Jugend ungeachtet, der einzige, ob-gleich geniale Träger und Fortpflanzer Overbeckischen Kunststrebens, wel-chem sich nur noch Joseph Sutter anschlofs: aber der Anstofs war einmalgegeben, und als vollends mit Fügers, Maurers und Abels Tode im Jahre1818 die ältere Schule ihre Hauptstützen verlor, brach sich die sogenannteAltdeutsche Tendenz so schnell die Bahn, dafs ihr bereits nach Scheffersabermaliger Zurückkunft aus Italien im Jahre 1821 fast alle älteren undjüngeren Schüler der Akademie, wie J. Binder, M. Eichholzer, F. Kra-mer, L. Kupelwieser, W. Rieder, E. Steinle, dann J. Bayer, Fr. Brocky,J. Schmutzer, H. Schwemminger, E. Schaller, L. Schulz, M. von Schwindu. a. angehörten. Nicht wenig Einflufs auf die Befestigung und Verbrei-tung dieser Geistesrichtung nahmen F. L. von Schnorr, dessen Faust nachGoethe im Jahre 1818 ungemeines Aufsehen erregte, und Karl Rufs, dessenenergischer Geist, im Besitze von nicht gemeiner Kenntnis der Geschichte,des Costums und der Sitten des Mittelalters 5 alle jüngeren Künstler mitRath und That mächtig anregte. Neigten sich diese beiden Männer mehrder Altdeutschen Romantik in Geschichte und Sage zu, so war es hinwie-der L. Kupelwieser, welcher, von der alten Italienischen Meister frommerWeise begeistert, die von Overbeck angegebene Richtung neuerdings in An-regung brachte, und hierin nach langem Kampfe endlich in J. Führich undE. Steinle, nach ihrer Ankunft in Wien, geniale Genofsen fand, welchensich noch Tkadlick, Schulz, E. Schaller u. a. anschliefsen. Andererseitshaben sich aus den Trümmern der idealistischen Schule, und zum Theil