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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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WIEN.

und Genre zu; von seinen historischen Leistungen ist das Altarblatt in derSt. Michaelskirche zu Wien: der Heilige Johann von Nepomuk, rühmlichzu erwähnen.

Hieher müfsen auch noch die historischen Werke eines JAK. AUG.BRAUN, der beiden LAMPI, dann eines KARL RUSS, F. L. VON SCHNORR,JOH. ENDER, E. ENGERT, JOH. HÖFEL, L. KUPELWIESER u. a. gezähltwerden, da die Fügersche Schule bis gegen Anfang des dritten Jahrzehendsdes gegenwärtigen Jahrhunderts ihren überwiegenden Einflufs behauptete,und alle Künstler, die an der Wiener Akademie ihre Bildung holten, daherihre Priucipien eingesogen hatten. Da aber die erwähnten Künstler den Ruf,dessen sie als solche geniefsen, nicht durch diese früheren Werke, sondernerst durch die Leistungen einer späteren Richtung errungen haben, so wer-den ihre Namen am geeigneten Orte noch weiter unten angeführt werden.Von Erasmus Engert ist hier noch zu bemerken, dafs er mehr nur als aus-gezeichneter Copist älterer Meister, besonders aber als vorzüglicher Bilder-kenner und Restaurateur zu nennen ist.

Das geregelte aber unfruchtbare Streben, welches die so eben dargestellteidealistische Richtung bezeichnete, konnte, da es dem Geiste und Gemüthekeine Befriedigung zu geben geeignet war, eine Reaction der Kunstansich-ten nicht verfehlen, und diese muste um so eher und um so kräftiger ein-treten, je mehr die bestehende Schule sich zur blofsen akademischen Com-positionsfertigkeit hinneigte, und bei einer ganz isolirten Richtung nachidealschöner Form sich von allen Interessen entfernte, die zu Anfange die-ses Jahrhunderts im geistigen und materiellen Leben Deutschlands auftauch-ten. Der neue Aufschwung der Litteratur, das Bekanntwerden mit den al-ten Meistern, und die sich in ihren Werken zeigende Innigkeit und Fülledes Gemüths muste, im Gegenhalte zu den bisherigen Leistungen, Geistund Sinn so sehr einnehmen, dafs selbst die Fehler dieser ehrwürdigenMeister liebenswürdig erschienen. Overbeck und Pforr, die vom Jahre1806 bis 1810 an der Wiener Akademie studierten, waren es, welche der