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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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WIEN.

bewährte, und wohl unter die berühmtesten Maler seiner Zeit gerechnetwerden mufs.

Neben Füger entfaltete HUBERT MAURER, aus Rättchen bei Bonn, imJahre 1738 geboren, eine nicht weniger lobenswerthe Thätigkeit. Von ar-men Eltern stammend, kam er im Jahre 1762 ganz mittellos nach Wien,brachte es aber durch Fleifs und Geschicklichkeit bald zu einem solchenRufe, dafs er im Jahre 1774 als Pensionär nach Rom geschickt ward, \voer vier Jahre blieb. Im Jahre 1785 zum Professor und Rath der Akademieernannt, schuf er nunmehr eine Reihe von Gemälden, meist Altarblätter,welche ihn zum Range eines der tüchtigsten Maler seiner Zeit erhoben.Sein Aufnahmsstück für die Akademie war Ulysses und Circo; unter seinenAltarblättern sind besonders: Gottvater in Wolken, in der Kapelle der Wie-ner Ingenieurakademie befindlich, die Heilige Katharina in der Hofburgka-pelle, eine Befreiung Petri aus dem Kerker, und viele andere ausgezeichnet.Das grofse Gemälde dieses Künstlers im Belvedere: Christus läfst die Klei-nen zu sich kommen, ist zwar gut gezeichnet und componiert, aber imColorit zu unbestimmt und rosenfarbig; wohl eine Folge der eingetretenenAugenschwäche des Künstlers, der es im Jahre 1814 in seinem 77sten Le-bensjahre malte; er starb 1818 zu Wien.

Ein jüngerer Zeitgenofse der eben erwähnten beiden Künstler war FRANZCAUCIG, geboren 1762 zu Görz, gestorben 1828 zu Wien als Directorund Rath der Akademie, an welcher er bereits seit 1799 die Stelle einesProfessors bekleidete. In seinen Werken zeigt sich in Wahl und Darstel-lung der Gegenstände eine entschiedene Hinneigung zur plastischen Auf-fafsung und antiken Form, welche, verbunden mit grofser kritischer Kennt-nis der Geschichte der Sitten und Costume der alten Völker, damals vonDavid auch in Italien mächtig angeregt wurde. Seine vielen Leistungen,worunter auch mehrere landschaftlichen Inhalts, besonders seine sehr ge-schätzten grofsen Handzeiclmungen, welche gegenwärtig eine der Zierdender akademischen Bibliothek bilden, haben ihm einen grofsen Ruf verschafft.

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