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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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WIEN.

nicht zu verkennen ist. Nachdem er für die Königin von Neapel im Pa-laste zu Caserta vier grofse historische Gemälde in Fresco ausgeführt, undeben mit einem neuen grofsartigen Auftrage beehrt werden sollte, wurdeer im Jahre 1783 nach Wien zurückberufen, und als Vicedirector an dieSeite des dienstunfähigen Directors Sambach der Akademie vorgesetzt. Un-geachtet er lange in Wien nur mit Porträten, besonders in Miniatur, be-schäftigt blieb, und überhaupt keineswegs so grofsartige Aufträge erhielt,um Schüler und Schule im eigentlichen Sinne bilden zu können, so bekamendoch seine auf die Principien des Ritters Mengs gefufsten Kunstansichtenallerwärts Geltung und Eingang, und sind zum Theile noch in den Werkenälterer lebender Künstler zu finden. Im Jahre 1795 Director der Akade-mie, wurde er im Jahre 1806 endlich auch zum Director der k. k. Ge-mäldesammlung im Belvedere ernannt, und gab der Wiener Akademie einensolchen Aufschwung, dafs sie in ganz Deutschland das gröste Ansehen be-safs, und von den meisten Deutschen Künstlern besucht wurde. In sei-nen Werken zeigt sich das entschieden eklektische Streben nach schönerForm und Farbe, überhaupt nach dem Reize der Erscheinung, und eineäufserst glückliche Anlage für Anordnung und Darstellung; aber nicht sel-ten ist das Colorit Verblasen und unwahr, Charakteristik und Bedeutungin der Auffafsung fehlen gänzlich: er wird deshalb nicht mit Unrecht eingenialer Manierist genannt. Die Gemälde, welche die k. k. Gemäldesamm-lung von ihm besitzt: Adam und Eva den todten Abel betrauernd, eineHeilige Magdalena, ein Heiliger Johannes der Täufer, und Apotheose Kai-ser Franz L, gehören nicht unter seine gelungenen Werke; weit mehr be-

urkunden sein Talent: Junius Brutus seine Söhne verurtheilend,

dessen

Gegenstück: Tod der Virginia, der Tod des Germanicus, Prometheusdas himmlische Feuer entwendend, Semiramis, Sokrates vor den Richtern,eine Heilige Katharina, das einzige Altarblatt von seiner Hand; dann diebekannten Handzeichnungen zu Klopstocks Messiade, nebst vielen Porträten:wodurch er den Ruf eines genialen Künstlers und echten Historienmalers