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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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WIEN.

Willkür in Licht und Schatten, nebst einem markigen, kühnen Auftrag desPinsels verschwand gänzlich, und machte dem eklektischen Streben Platz,Rafaels, Michelangelo's und Coreggio's Vorzüge in Bildern zu vereinigen *Die historische Kunst wurde nunmehr ausschliefsend Staffeleikunst, undist es in Wien bis auf diesen Augenblick geblieben. Hierin, und in demweiteren Umstände, dafs seit dieser Zeit Kunst und Künstler in Wien niezu grofsartigen, umfafsenden Zwecken verwendet worden sind, ist derGrund zu suchen, warum sich dort keine eigentliche Schule hat ausbildenkönnen, sondern vielmehr jeder Künstler der eigenen Richtung folgt, undsich auf eigener Bahn Geltung zu verschaffen gezwungen ist.

Die Vermittler dieses Umschwunges waren die, auf Verwendung desFürsten Kaunitz, unter Maria Theresia zu verschiedenen Malen nach Romgesendeten Pensionäre, aus welchen Männer wie Füger, Maurer, Bergler,Zauner, später Caucig u. a. hervorgegangen sind, mit denen daher der Be-ginn der neueren Kunst in Wien bezeichnet werden mufs.

I.

HISTORIENMALER.

Unter diesen gebührt für jene Zeit wohl der erste Rang HEINRICH FÜ-GER, geboren 1751 zu Heilbronn, gestorben 1818 zu Wien. Er studierte zuStuttgart und Dresden, und wurde im Jahre 1766, nach kurzem Aufenthaltein Wien, als k. k. Pensionär nach Rom geschickt. Während eines siebenjäh-rigen Aufenthalts in Italien seine Studien von vorne beginnend, schlofs ersich den Lehren des Ritters Mengs an, deren Einflufs in allen seinen Werken

* Ich glaube nicht, dafs, seihst nach der Meinung des Verfafsers dieses Kapitels, die Zeitunmittelbar vor Mengs befser gewesen sei, als die letzte. Auch verstehe ich nicht recht, waser meint. Das Ganze hat für mich keinen recht klaren Sinn. Nicht minder undeutlich istmir das Nächstfolgende bis zu dem Absätze. (Anmerkung des Verfafsers dieses Werkes.)

vi.