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NÜRNBERG.
jenes berühmte Meisterwerk PETER VISCHERS und seiner Söhne; dieSteinbildwerke ADAM KRAFTS in beiden Kirchen.
Für ein Werk, welches bestimmt ist, den Zustand der neuern Kunst ken-nen zu lehren, wäre es zu weitläuftig, von allen Denkmälern seit demEnde des fünfzehnten und Anfang des sechzehnten Jahrhunderts zu reden,welche sich in so grofser Anzahl in dieser Stadt befinden. An fast allediese Denkmäler knüpfen sich die Namen Haller, Tücher, Holzsclmher,Grundherr, Pirkheimer, Fürer, Pfmzing, Imhof und vieler anderer, derenBerühmtheit in dieser alten Stadt herkömmlich ist. Nürnberg war mehrereJahrhunderte hindurch eine freie Reichsstadt und zeichnete sich unter allenandern durch ihre Handels- und Gewerbthätigkeit aus, so wie durch ihrenReichthum und ihre Liebe für die Künste. Es ist die eigentlich DeutscheStadt, die Stadt des unermüdlichen und glücklichen Kunstfleifses.
Nürnberg war im Jahre 1826 der Schauplatz eines Festes, welches zuDürers Ehren angestellt wurde. Aus allen Gegenden Deutschlands kam einegrofse Anzahl Künstler zur Feier desselben zusammen, und aus dieser Zeitstammt das Stammbuch Dürers. Man hatte die Absicht, einen grofsenKunstverein für ganz Deutschland hier zu stiften, und es waren die Schü-ler von Cornelius: Hermann, Eberle, Stilke, Kaulbach, Feiner, die am mei-sten für diese Unternehmung thätig waren. Man sieht noch zu Nürnbergdie zur Erleuchtung bestimmten durchsichtigen Gemälde, die bei dieserGelegenheit gemacht wurden. Feiner malte die Darstellung, wie Dürer beiWohlgemuth in die Lehre geht. Dürers Hochzeit ist von Kaulbach. Indem Mittelbilde hat Eberle eine sinnbildliche Gestalt der Kunst gemalt, zuderen Füfsen Rafael und Dürer sich die Hände reichen. Stilke hat auchein Gemälde dazu geliefert. Ich kann nicht bedauern, dafs dieser Vereinnicht zu Stande gekommen ist: mich dünkt, der Stand der Dinge, wie ergegenwärtig besteht, ist so günstig als möglich. Zwei grofse Schulen, beidezahlreich, thätig und schon berühmt, die unter einander doch nichts gemeinhaben, weder in Hinsicht der Vortheile, noch in Hinsicht der Grundsätze;