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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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NÜRNBERG.

Alterthums zu geben, dafs manche Kenner davon sind getäuscht worden.Er hat unter andern mehr als vierzigmal das Bildnis der Herzogin Katha-rina von Sachsen, der Gemahlin Heinrichs des Frommen und Tochter desHerzogs Magnus von Mecklenburg, wiederholt, wie sie ihren Sohn Moritzals Kind an der Hand hält; denselben Moritz, zu dessen Gunsten KaiserKarl V. den älteren, Ernestinischen Zweig enterbte, und dem er die Kur-würde gab, die so auf die jüngere, Albertinische Linie kam. Viele be-haupten, das Originalbildnis zu besitzen, während sie nur einen recht fri-schen Rorich auf einem wurmstichigen Brette haben. Dieser Rorich istseitdem gestorben, aber sein Sohn gilt für ebenso geschickt, als der Vater.Es darf nicht verschwiegen werden, dafs keiner von beiden jemand betrü-gen wollte, und dafs sie ihre Kopien niemals für Urbilder verkauften: aberich kenne wohl einen und den andern Handelsmann, der die Leichtgläubig-keit seiner Kunden misbraucht, und die Kopien, welche er von Rorich demVater oder dem Sohne hat machen lafsen, für Originale ausgiebt.

Die Galerie in der Moritzkapelle besteht aus Gemälden, von welchender gröste Theil dem König, und ein andrer der Stadt gehört. Ich enthaltemich, hier die Meister aufzuzählen, deren Namen alle diese alten Gemäldeführen: aber ich mufs sagen, dafs ich wenig Sammlungen kenne, die michlebhafter angezogen hätten, und die eine so genugthuende Gesammtheitdarböten. Der Ort ihrer Aufstellung kann nicht glücklicher gewählt, befserbeleuchtet und der Bestimmung angemefsener sein, welche der König ihmeben erst gegeben hat.

Unter der grofsen Anzahl Merkwürdigkeiten dieser Stadt, von welcheneinige schon oben erwähnt sind, mufs ich vornämlich noch der Aufmerk-samkeit der Reisenden empfehlen: die prächtigen Glasgemälde der Lorenz-kirche, die mannigfaltigen Bildwerke in Stein, Erz und Holz eben dieserKirche; das Grabmal des Heiligen Sebaldus in der ihm geweihten Kirche,