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BILDHAUERKUNST.
seines Werkes. Es geschah erst am 15. Februar des Jahres 1837, dafs derKönig die Ausführung dieses Werkes bestellte, nachdem er einen kleinenEntwurf desselben gesehen hatte.
Das Gebilde des gegenüberstehenden vorderen Giebelfeldes der Walhallaist ursprünglich von Rauch entworfen: »aber die gegenwärtige Anordnungist von dem Könige selber: von Rauchs Idee sind noch die Germania undzwei Krieger geblieben; das Übrige ist neu gruppiert, ohne dadurch dervortrefflichen Composition Rauchs nahe treten zu wollen, durch technischeBedingungen und den Willen des Königs herbeigeführt.«
Schwanthaler empfängt für die ganze Arbeit 80,000 Gulden, oder 160,000Franken, für welche Summe er auch die Fortschaftung des Marmors unddie Bezahlung der Hülfsarbeiter zu bestreiten hat.
Wir wollen nun noch bei der Hermannsschlacht verweilen, um den Sinnzu erwägen, welchen Schwanthaler in diese Darstellung legt. Der Urheberselber hat mir folgende Erklärung darüber mitgetheilt:
»Um mit den wenigen Statuen, welche auch der reichste Giebel erlaubt,diesen grofsen Gegenstand zu erschöpfen, muste so viel als möglich über-all historische Bedeutsamkeit untergelegt sein.«
»Quellen dazu waren: Tacitus, Caesar, Vellejus Paterculus, Diodor vonSicilien, Suetonius; demnächst vor allen der spätere Sammler Georg Spa-latinus; und für die poetische Darstellung, Klopstock.«
»In der Mitte steht Hermann, an einen Eichenstamm gelehnt, als Herosnackt, kolossal (so wie die übrigen Gestalten), mit Schild und Schwert,Arm- und Beinringen, und dem niedern Germanischen Helm, wie man nochdie Todten in den Germanischen Gräbern findet (verklärter Heros), zu sei-nen Füfsen, Adler, Beile, Manipel. Er ist so ruhig als möglich gestellt,um in der Mitte und an den Enden des Giebels Ruhe zu haben. Zu sei-ner Rechten, Germanische Häuptlinge, so: Melo der Sigamber in vollerMannstracht, der den Aufruhr erregt hatte, und früherhin den Lollius ge-schlagen (Clades Lolliana); hinter ihm noch zwei Germanische Heroen,