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MÜNCHEN.
zu den Reliefs im Treppenhause. Ferner fertigte Scliwanthaler viele Reliefsund eine Statue von Gyps, so auch eine von Marmor, zur Glyptothek.«
»Shakspeare's Statue im Theater ist auch von ihm.«
»Unter seinen Privatarbeiten sind die bedeutendsten: ein Fries von Gyps,150 Fufs lang, darstellend die Geschichte des Bacchus, im neu erbautenPalast des Herzogs Max; viele Reiter und Heroen in der neuen Reitbahndes Fürsten von Turn und Taxis zu Regensburg; einige Arbeiten für denGrafen von Schönborn; Reliefs für die Herren Boisseree und Bertram, Bü-sten, Monumente und Anderes.«
»Erst jüngsthin wurde Schwanthaler auch zum Professor der Sculptur ander hiesigen Königlichen Akademie ernannt.«
Schwanthaler ist vielleicht derjenige von Münchens Künstlern, dessenFruchtbarkeit am grösten ist; er ist auch derjenige, der die gründlichstenStudien gemacht hat. Es scheint mir nicht, dafs Cornelius und die Mün-chener Schule auf seine Richtung und auf den Styl seiner Werke einge-wirkt haben: vielmehr glaube ich darin den Einflufs Thorwaldsens zu er-kennen, und noch mehr den Einflufs der Werke des Alterthums. Indessenwürde es ungerecht sein, ihn mit der Masse der Bildhauer zu vermengen,welche Thorwaldsen auf eine blofs äufserliche Weise nachahmen, und de-ren Zahl sehr grofs ist, zu Rom so wie anderswo. Von einer solchenNachahmung ist hier nicht die Rede, vielmehr von einer Nachbildung, wiesie sich mit einem so fruchtbaren und so ausgezeichneten Talente verträgt.Unter seinen erhobenen Bildwerken wird der Fries mit dem Mythenkreiseder Venus als das beste betrachtet. Die für das Giebelfeld der Walhallabestimmten Bildsäulen, von welchen ich den Steindruck in dem Bilderhefteliefere, das vorliegenden Band begleitet, stellen aber das bedeutendste Werkdar, welches man seiner fruchtbaren Einbildungskraft und seinem Talenteverdankt. Man erkennt leichtlich darin, dafs die Ägineten auf diese Dar-stellung nicht ohne Einflufs geblieben sind; und dieser Umstand gereichtdem Geschmacke des Urhebers zur Ehre und erhöht noch das Verdienst