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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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MÜNCHEN.

und ein Barde, zu "Wodan aufsingend, mit der Harfe. Hierauf ein paarHauptelemente und tiefe Charakterzüge des Altgermanischen Lebens, eineSeherin, gespensterhaft aus einer Höhle mit Sumpf und Rohr, auftauchend(Jlurinia, Jlliorumna, paludibus emersa). Die nächste Bildsäule mag einEhrendenkmal der Deutschen Frauen, als Trägerinnen der Ehre, und ihrerHoldseligkeit sein: die Frau kniet, und bekränzt den Helm eines sterben-den Kriegers, dessen Haupt sie mit der Linken unterstützt; der Greis hateinen Manipel erobert, die Streitxat ruht in seiner Rechten. Hier möchteich Klopstock citiren: Sigmar Thusnelda.«

»Römerseite: der erste ist ein Triarier (diese kamen erst ins Treffen,wenn die Leichtbewaffneten schon geschlagen waren oder hatten), zeigtalso an, dafs die Schlacht sich ihrem Ende nähere; ein Leichtbewaffneteroder Reiter (vielleicht der tapfere Lucius Asprenas) scheint im Zurück-weichen den sich eben entleibenden Varus noch schützen zu wollen. Hin-ter ihnen: ein sterbender Fahnenträger (Signifer), bemüht, seinen Adlermit letzter Kraft in den Sumpf zu stecken (geschichtlich wahr: der Adlerder dritten Legion wurde nicht erobert); ein Legionist, erschreckt überdie Annäherung der Deutschen und die That des Varus, stützt ihn nur miteiner Hand; ein Päckchen neben ihm bedeutet die Habsucht des Varus undseiner Legionen, welche schon Syrien geplündert. Zur Bezeichnung dersumpfigen Gegend und der Germanensümpfe überhaupt, ragt neben diesen einaus den paludes aufrufender versunkener Römer hervor. Ein sterbender ge-streckter Manipelträger ohne Zeichen (signum) beschliefst die Gruppe.«

»Es sind fünfzehn Statuen. Der Giebel ist 96 Schuh lang.«

»Der Marmor ist aus der Gegend von Schlanders, nächst Meran im Ty-roler Vintschgau, sehr hart und weifs; sein Korn, gleich dem Parischen,dauerhaft.

»Zu den Marmorarbeiten sind Leute aus den besten Werkstätten, vonRom, Paris, London, Berlin u. s. w. angestellt, und nur dadurch und durchPuncteurs können die Arbeiten in der kurzen Zeit gedeihen.«