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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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BILDHAUERKUNST.

»Der grofse in Gyps ausgeführte Fries im zweiten Stockwerke des neuenKönigsbaues * enthält den Mythenkreis der Venus in den bedeutendstenDarstellungen.«

»Erste Wand: Venus von Nereiden ans Land getragen; hinter ihr Trito-nen; vor ihr, am Lande, Opfer der Liebenden, Tanz von Mädchen. DerGöttin erste heimliche Liebschaft. Adonis Tod. Bekannt durch einen Ku-pferstich. «

»Zweite Wand: Venus wird von Helios, dem Sonnengotte, auf dem Bettemit Mars entdeckt; Vulcan, der beide in seinem Netze gefangen, zumSchauspiele für die Götter, die er herein läfst. Auch in Kupfer gestochen.Pluto und Neptun wollen den Mars auslösen. — Im Walde, neue Lieb-schaft der Venus mit Anchises.«

»Dritte Wand: die Hochzeit des Peleus mit Thetis. Das Urtheil des Pa-ris. In Kupfer gestochen.«

»Vierte Wand: Triumph der Venus im Olymp; Jupiter schmeichelt seinemliebsten Töchterlein; alle Götter kommen zum Feste: Helios, aus demMeere aufsteigend, bildet im Kreise der Musen sich zum Apollo Citharoe-dus um.«

»Dieser Fries ist 140 Fufs lang und 3± Fufs hoch, auf rothem Grundealla Pompejana, hochrelief.« —

»Schwanthalers meiste Arbeiten befinden sich in den Königlichen Bautenausgeführt, so z. B. im neuen Königsbaue die Reliefs zu Pindar im Thron-saale; ein Cyclus der Mythen der Aphrodite (von welchem eben die Redegewesen ist); und die Kariatiden auf der grofsen Treppe, so wie die imEtrurischen Style nach seinen Cartons ausgeführten Säle. Der Argonautikund Theogonie, erstere rothe Figuren auf gelbem Grunde (Etrurisch), letz-tere im Style der Fresken von Tarquinii und Corneto; dann die Compo-sitionen zu den Fresken des Aeschylus, Sophokles und Aristophanes, und

* Man sehe oben S. 124.