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MÜNCHEN.
Richter der Zwistigkeiten aufwerfen, die zwischen Rüben und dem Pro-fessor Hefs eingetreten sind, welcher letzte vom Könige an die Spitze derAnstalt gestellt worden ist: so viel scheint mir aber gewiss, dafs noth-wendig ein einziger Wille einem Werke vorstehen mufs, welches, seinerBeschaffenheit nach, der Mitwirkung so vieler Leute und so mannigfaltigerFähigkeiten bedarf.
Die geschichtlichen Glasgemälde werden von den Malern Röckel undHämmerl ausgeführt, von welchen der erste uns auch schon durch ander-weitige Werke bekannt ist *. Der Maler Fischer arbeitet mit Schraudolfan den Cartons. Ainmiller (geboren zu München 1807, und schon als Ar-chitecturmaler genannt) ist vorzugsweise bei den Arabesken und Gothi-schen Bauzieraten beschäftigt, welche einen so wichtigen Theil sowohlder alten, als der neuen Glasmalerei bilden. Man nennt unter den Glas-malern auch noch einen Eggert, dessen Werke ich jedoch nicht kenne.
Wir werden sehen, wenn wir auf Nürnberg zu reden kommen, dafs indieser Stadt die Glasmalerei mit demselben Erfolge betrieben wird, wie inMünchen.
Die Kosten, welche die Glasmalerei erfordert, sind eben nicht beträcht-lich, wenn man sie mit der Gröfse ihrer Ergebnisse vergleicht. Die Kassedes Königs giebt jährlich nur 18,000 Gulden zum Unterhalte der Anstalt,so wie zu den übrigen dahin gehörigen Ausgaben. Man rechnet, dafsetwa noch zwei Jahre erforderlich sind zur Anfertigung von drei grofsenFenstern für die Kirche der Vorstadt Au, die sämmtlich 52 Fufs hoch und13 Fufs breit sind: so dafs ein jedes der sieben grofsen Fenster des Chorsdem Könige ungefähr 12,000 Gulden kosten wird; die zwölf Fenster desSchiffes, die 2± Fufs schmäler sind, werden auf 9600 Gulden zu stehenkommen. Die ganze Ausgabe für diese neunzehn Fenster der Marienkirchein Au kann man demnach auf 200,000 Gulden oder 400,500 Franken an-schlagen.
* Oben S. 295.