471
GLASMALEREI UND PORZELANMALEREI.
Unter den Porzelanmalern sind mir Adler, Heinzmann und Bucker alsdiejenigen bezeichnet, welche das meiste Talent zeigen. Ihre Werke sindNachbildungen verschiedener Gemälde der Galerie. Unter den schönstennenne ich nur eine Copie nach Snyders und einen Satyr, welche im Jahre1835 ausgestellt waren; sie sind von Bucker gemalt. Der Kunstverein hatein Porzelangemälde von Denning, nach Petzl, erworben, welches auchrecht schön ist.
Die Maler Auer, Belgodere, Faustner, Heldobler, Hocheneichner, Krist-feld, Kleinmann, Lefebure, Sellmayr, Voigt und Werberger sind ebenfallsbei dieser Manufactur beschäftigt.
Die Glasmalerei wird in den Gebäuden der Porzelan-Manufactur betrie-ben; alles was zu jener gehört, bildet einen Theil dieser Anstalt, und istunter dieselbe Direction gestellt.
Dem auswärtigen, kunstliebenden Publicum wird es nicht gleichgültigsein, zu vernehmen, dafs seit dem Jahre 1836 diese Anstalt ermächtigtist, anderweitige Bestellungen anzunehmen. Man kann nun daselbst Kir-chenfenster, geschichtliche Gemälde in den kleinsten Maafsen, Nachbildun-gen von gegebenen Gemälden, Wappen und alle andere Arten von Glas-malereien ausführen lafsen, so wohl aus einzelnen farbigen Gläsern zusam-mengesetzte, als aus einer einzigen grofsen Glastafel bestehende Bilder.Von diesen beiden Arten würde ich immer die erste vorzugsweise denLiebhabern der neueren Glasmalerei empfehlen: welche, ich wiederhole esnochmals, in keiner Hinsicht der Glasmalerei zu Dürers Zeit nachsteht,vielmehr in manchem Betracht sie weit übertrifft.
•**8£3ß>*&g2S»<>~-