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LANDSCHAFTER.
Eindruck bewahrt habe, dessen Einzelnheiten jedoch meinem Gedächtnissenicht gegenwärtig geblieben sind. Dagegen habe ich zwei kleine Land-schaften von ihm bei Heinrich Hefs gesehen, welche meinem Gedächtnisseunauslöschlich eingegraben bleiben werden, und die mir eine hohe Vorstel-lung von Oliviers Talent gegeben haben. Keine seiner Lehrmeinungen zuGunsten der geschichtlichen Landschaftsmalerei haben mehr Wirkung aufmich gemacht, als diese beiden kleinen Landschaften. Die eine giebt eineItalienische Gegend: ich finde sie von schöner Wirkung und geschickterBehandlung; hinsichts der Composition hat sie Ähnlichkeit mit Poussin;hinsichtlich der Farbe, besonders der Ferne, erinnert sie an Kochs Werke.Es herrscht darin ein edler und schöner, ein glücklich ausgedrückter Ge-danke. Indessen möchte ich der andern kleinen Landschaft, welche eineGegend Deutschlands vorstellt, gern den Vorzug geben; ich finde darineinen entschiedeneren Sinn und Charakter und mehr Übereinstimmung mitden innigsten Gefühlen des Urhebers. .
Man könnte diesem Gemälde eine zu braune Färbung des Vorgrundesvorwerfen: aber diese Färbung vermehrt die Harmonie und den Reiz, derüber das ganze Bild verbreitet ist. Desgleichen könnte man, wie ich glaube,dem Maler vorwerfen, dafs er die Figuren zu grofs gemacht hat, im Ver-hältnisse zu den anderen Gegenständen des Vorgrundes. Man weifs auchnicht, welcher Art der Baum angehört, dessen Blätter man zählen kann.Aber alle diese Ausstellungen gegen ein Werk, dessen Werth vor allen aufden edlen und tiefen Gedanken des Urhebers beruht, gegen ein Werk, wel-ches sich an die innigsten Gefühle, an den gebildetesten und gereinigtestenGeschmack richtet, — diese Ausstellungen, sage ich, würden nur voneinem Geiste zeugen, der unfähig wäre, den poetischen Charakter des Bil-des zu fafsen und zu würdigen. Es findet sich Gröfse und Adel in diesenc ompositionen. Es ist eine in die Sprache Poussins und mehrerer anderera hen Meister übersetzte Natur; aber diese Übersetzung ist mit dem ganzenR eize ausgestattet, welche der Sinn des Urhebers ihr verleiht. Indessen
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