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MÜNCHEN.
und der Art des Unterrichts, welche sie befolgte. Diese Auflehnung gegenGrundsätze hat der Entwickelung seines Talents nicht geschadet. Sobaldals Cornelius nach München kam, gesellte Schlotthauer sich seinen Arbei-ten und Grundsätzen mit einem Eifer, welcher seitdem nie nachgelassen hat.Er hat an den Wandgemälden der Glyptothek, unter Cornelius Leitung undnach dessen Cartons gearbeitet, und hat bewiesen, dafs niemand in Mün-chen befser malt, als er. Man darf sogar annehmen, dafs hinsichts derPinselführung und der Farbengebung Alle, die in der Glyptothek gemalt ha-ben, ohne selbst den Meister und Heinrich Hefs auszunehmen, aus Schlott-hauers Beispiel nützliche Lehren gezogen haben. Mehrere dieser Gemäldesind ganz von ihm ausgeführt, in anderen nur einzelne Theile: so zumBeispiel ist in der Unterwelt die Eurydice von ihm.
Ganz ist von ihm gemalt, in dem Göttersaale:
Tithon und Aurora vor Jupiter, den Ganymed zur Seite;
Leukothea, Klytia und Hyacinth;
Der Abend: die Mondgöttin auf einem von zwei Rehen gezogenen Wa-gen, den Amor lenkt;
Diana und der schlafende Endymion, dessen Kopf im Schoofse der Göt-tin ruht.
Im Heldensaale sind folgende Gemälde gänzlich sein Werk:
Das runde Gemälde in der Mitte der gewölbten Decke, welches die Hoch-zeit des Peleus mit der Thetis vorstellt;
Die grau in Grau gemalten Bilder in Bezug auf die Hochzeit des Me-nelaus mit der Helena *;
Mars und Venus, wie sie verwundet aus der Schlacht fliehen;
Jupiter, Juno, der Traumgott in Nestors Gestalt, und Agamemnon;
Hektors Abschied von Andromache.
Die Zeichnung dieser Gemälde ist von Cornelius, und obwohl viele
Nur an dem Bilde von Ipliigeniens Opferung hat Zimmermann mitgearbeitet.