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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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MÜNCHEN.

Er liebt heftig; er verabscheut ebenso. Alle Künstler erkennen sein Ver-dienst; seine Nebenbuhler, wenn er dergleichen hat, sind unbekannt. Cor-nelius ertheilt seinen Werken die grösten Lobsprüche. Unter den jüngerenKünstlern ist keiner, der seine Überlegenheit beneidete, und er zählt unterihnen viele eifrige Freunde, von welchen jedoch einige ihm einen ÜbelnDienst geleistet, indem sie ihn in Streitigkeiten verwickelt haben, denen erhätte fremd bleiben sollen, und die unter ihm waren. Man hat glaublichmachen gewollt, dafs er Theil an der im zweiten Kapitel besprochenenStreitschrift * habe: es ist aber nichts daran, und er hatte nicht eherKenntnis davon, als bis sie gedruckt erschien; ich glaube es, denn er hates mir gesagt. Die, um nicht mehr zu sagen, ungeschickte Art, wie seinName darin aufgeführt wird, zeigt genugsam, dafs er keinen Einflufs aufdie Abfafsung dieses Zeitungsberichts gehabt hat: gewiss ist, dafs seinName sich darin nicht an seiner Stelle befindet.

Kaulbach ist seit dem Jahre 1833 verheirathet; er erfreut sich des vol-len häuslichen Glückes, und dieses Glück ist nicht auf Täuschung gegrün-det. Er war stets für seinen Vater im Unglück ein treuer Freund, eineStütze der ganzen Familie. Seine Gattin theilt herzlich und auf sehr lie-benswürdige Weise seine Gefühle kindlicher Hingebung.

Seine in Düsseldorf verlebten Jahre wurden noch durch das stets höchstwohlwollende, grofsmüthige und zarte Benehmen des Professors Mosler ge-gen ihn erheitert. Dieser wohlgesinnte Mann ermunterte ihn durch Lob,und lenkte ihn durch Tadel und nützlichen Rath. Kaulbach spricht vonihm mit Liebe und Dankbarkeit, und nährt für ihn Empfindungen, die dem-jenigen ebenso viel Ehre machen, der ihr Gegenstand ist, als dem, dersie hegt.

Das Andenken Eberle's ist auch für Kaulbach ein Gegenstand der Ver-ehrung. Dieser ehrenvoll bekannte junge Mann lebte mit Kaulbach in naher

Oben S. 156.