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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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GESCHICHTSMALER.

Freundschaft. Beide waren zu gleicher Zeit Cornelius Schüler gewesen,beide folgten ihm nach München, und der Austausch der Gedanken undRathschläge, der zwischen ihnen Statt fand, hat nicht wenig zur Entwicke-lung von Kaulbachs Talent beigetragen. Eberle's Werke erregen fortwäh-rend seine Bewunderung und seine Lobsprüche, und der Tod dieses bedeu-tenden jungen Mannes ist für ihn ein steter Gegenstand der Trauer.

Während meines Aufenthaltes zu München im Jahre 1837 machte Kaul-bach seinen ersten Ausflug nach Italien. Die Reise dauerte nur vier Wo-chen, und er beschränkte sich auf den Besuch von Verona, Padua undVenedig. Es wäre mir Leid gewesen, wenn er auf dieser Reise sich vor-genommen hätte, die Venetianische Schule zu studieren, um sie in derFolge nachzuahmen; aber glücklicherweise ist ihm das gar nicht einmal inden Sinn gekommen, und während der kurzen Zeit, welche er in Venedigzugebracht hat, beschäftigten ihn nicht sowohl jene alten Gemälde, als viel-mehr die ausdrucksvollen Gesichter der Einwohner, die malerischen Trach-ten, und die prachtvolle Hinfälligkeit, welche bei jedem Schritte den Blickendes Reisenden schmerzlich begegnet. Kaulbach kann nur grofs sein, indemer es selber bleibt: würde er Venetianer, er würde mir höchlich misfal-len; nicht dafs ich dieser Schule ein sehr grofses Verdienst abspräche, son-dern weil ich es bedauern müste, dafs der Künstler seine Eigenthümlich-keit verlöre.

Kaulbach zeigt viel Theilnahme für einen jungen Schweizer, Namens Ben-del, der sein Schüler geworden ist. Dieser junge Mensch war im Jahre1837 mit einem Carton beschäftigt, der eine Schlacht aus der Geschichteseines Vaterlandes darstellte.