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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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MÜNCHEN.

XXIV.

JÄGER (siehe GRÄFLE).

XXV.

KAULBACH.

Bei einem der Morgenbesuche hub Kaulbach an, folgende Verse vonGoethe mir herzusagen:

Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen.Wenn es nicht aus der Seele dringt,Und mit urkräftigem BehagenDie Herzen aller Hörer zwingt.Sitzt ihr nur immer! leimt zusammen,Braut ein Ragout von Andrer Schmaus,Und blast die kümmerlichen FlammenAus eurem Aschenhäufchen aus!Bewund'rung von Kindern und Affen,Wenn euch darnach der Gaumen steht;Doch werdet ihr nie Herz zu Herzen schaffen,Wenn es euch nicht von Herzen geht."

Diese Goethe'schen Worte, in Fausts Munde, weisen trefflich auf diewahre Quelle des Talents hin, und sie erläutern das Talent Kaulbachs.Wenn man diesen kennt, so begreift man, wie diese Verse ihn getroffenhaben, und wie er sich darin gefällt, sie zu wiederholen; sie stimmen ganzmit seinen Gedanken und Erfahrungen über die Kunst; denn es ist vorallen sein Inneres die Quelle seiner Begeisterung. Ich kenne Niemand, derweniger als er » ein Ragout von Andrer Schmaus braut, « der weniger nöthighätte, »aus dem Aschenhäufchen die dürftigen Flammen hervorzublasen.«