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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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GESCHICHTSMALER,

im höchsten Grade den Sinn für die Wirkungen des Lichts und der Farben.In dieser Hinsicht nähert er sich sehr Schlotthauern, und man sieht imSchlofse von ihm vier kleine, nach ganz leichten Entwürfen Schwantha-lers ausgeführte Bilder, welche zu den besten Frescogemälden des neuenSchlofses gezählt werden können. Sie stellen Auftritte aus AristophanesKomödie, dem Frieden, dar, schmücken die Decke eines Saales des Königs,und man findet darin ganz die Fröhlichkeit und den Geist des alten Ko-mödiendichters wieder.

In anderen Zimmern des Schlofses sieht man noch mehrere Arbeiten Hil-tenspergers. Ein Theil der Wandgemälde des Tanzsaales im zweiten Ge-schofse ist von ihm entworfen und ausgeführt. Die Deckengemälde imDienstzimmer des Königs hat er nach Schnorrs Zeichnungen gemalt: es isteine Diana auf der Jagd, und gehört zu den besten unter allen Malereiendieses Zimmers.

In einem der Vorzimmer des Königs hat er, nach Schwanthal er s Entwür-fen, Bilder aus dem Hesiodus in Wachsfarben gemalt.

Sein Frescogemälde der Arkaden *, vorstellend, wie Herzog Albrechtvon Baiern die Krone Böhmens im Jahre 1440 ausschlägt, ist unter derlangen Reihe dieser Bilder eins von denjenigen, deren Anblick am befrie-digendsten ist; es ist sein erstes Werk.

Hiltensperger ist gegenwärtig in den Logen der Pinakothek, unter Lei-tung des Professors Zimmermann, beschäftigt.

Er ist auf Kosten des Königs in Italien gereist, um die Zimmerverzie-rungen Pompeji's und Herculanums zu studieren, und er hat davon in demneuen Schlofse eine glückliche Anwendung gemacht.

* Vergleiche die Einleitung S. 84.