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GESCHICHTSMALER.
betretenen Bahn nachgehen; er würde nicht gut daran thun, dem Gange derMünchener Schule zu folgen, oder sich dem klassischen Zeitalter oder derAntike anzunähern. Der Styl, in dem Sinne, worin ich ihn nehme, ist ihmfremd, aber er wird fortfahren, treffliche Werke hervorzubringen. Er isteiner von denen, der sich am wenigsten mit der Akademie befafsen sollte,und diese sollte ihn sich selber zurückgeben: übrigens glaube ich, dafs die-ser Stand der Dinge auch schon eingetreten ist.
Von allen Gemälden in dem Bürger-Saale sind die Weiber von Weins-berg dasjenige, bei welchem man mit der meisten Neugierde, und vielleichtmit dem meisten Vergnügen verweilt.
Das von Folz in den Arkaden gemalte Bild * kann nicht zu seinen bestenWerken gezählt werden. Es stellt die Gründung der Akademie der Wifsen-schaften durch Maximilian Joseph III. im Jahre 1759 vor: aber in Hinsichtder Malerei und des Pinsels stellen es viele Künstler unter die meistenübrigen Gemälde dieses Gebäudes.
Folz ist bei allen jungen Künstlern bekannt und gesucht durch seine fröh-liche und muntere Laune; seine Gutmüthigkeit macht ihn bei Allen beliebt;er versteht es, ihre geselligen Vereine zu beleben.
Vor zwei Jahren machte er eine Reise nach Düsseldorf, in der Absicht,beide Schulen in stetige Verbindung mit einander zu setzen. Dieser Ver-such hat noch keinen Erfolg herbeigeführt, und ich mufs gestehen, ichwünsche diesen auch nicht. Die Künstler dieser beiden Schulen könnenohne einander bestehen; und wenn sie sich suchen und sich treffen, sowird es sicherlich nur geschehen, um sich noch mehr zu entzweien. Esbesteht in künstlerischer Hinsicht eine zu grofse Abweichung zwischenMünchen und Düsseldorf.
* Vergleiche die Einleitung S. 94.