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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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I

MÜNCHEN.

XIV.

ERNST FÖRSTER AUS ALTENBURG IN SACHSEN.

Förster ist etwa 36 Jahre alt. Er hat gute Schulstudien gemacht. Erist von lebhafter Einbildungskraft, welche nicht ohne Einflufs auf seine ge-selligen Verhältnisse ist, und bewirkt, dafs er vielleicht nicht immer ver-standen wird. Diese Lebhaftigkeit macht sich auch in seinen Gedichten be-merklich, und nicht minder in seinen malerischen Arbeiten. Während mei-nes Aufenthalts zu München im Jahre 1835 war er gröstentheils abwesend,und damit beschäftigt, in seiner Geburtsstadt Altenburg die Bildnisse derherzoglichen Familie zu malen; erst kurz vor meiner Abreise habe ich ihngesehen, und nur ein Mal mich mit ihm unterhalten. Im Jahre 1837 hatteich Gelegenheit, mit ihm nähere Bekanntschaft zu machen, und er hat eswillig übernommen, mir Nachrichten zu dem Ausfluge nach Italien zu ver-schaffen, welcher diesen zweiten Band beschliefst; desgleichen einen Auf-satz über die in Italien lebenden Deutschen Künstler, welcher dem drittenBande soll einverleibt werden. Er versagte es nicht, mich nach Mailand,Parma und Venedig zu begleiten. In der letzten Stadt trennten wir unsam 22. März 1838; er setzte seine Reise in Italien fort, und ich kehrtenach Berlin zurück, um meine Arbeit zu vollenden.

Das erste Gemälde der Arkaden ist sein Werk. Es stellt Otto den Grofsenvon Witteisbach dar, wie er das Heer des Kaisers Friedrich I. in dem Eng-pafse an der Etschklause befreit, im Jahre 1155 *. Dieses Werk hat mirsehr gefallen; es scheint mir voll Poesie.

Förster hat dann im Schlofse im Saale der Königin sechs niedliche kleineBilder nach Skizzen von Kaulbach gemalt, deren Gegenstände aus Wielands

Vergleiche die Einleitung S. 76.