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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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IN IHRER GESAMMTHEIT.

nicht das Gepräge der Italienischen ingegni feraci, der Pietro von Cor-tona, der Liberi, der Luca Fapresto: die Leichtigkeit der Münchener Malerist nicht von Nachläfsigkeit begleitet, sie schliefst weder die Sorgfalt aus,noch den Adel, noch den Tiefsinn, noch den Styl.

In keinem Lande und zu keiner Zeit hat man noch eine gröfsere Frucht-barkeit gesehen, und wenn man alles durchläuft, was binnen zehn Jahrenhier gemacht worden ist, so kann man sich eines Gefühls des Erstaunensund der Bewunderung nicht erwehren.

Nicht alle Münchener Maler sind, wie ich schon gesagt habe, eigentlicheSchüler von Cornelius: aber alle tragen seine Einwirkung an sich. Es kannniemand leugnen (und ich bin in dieser Meinung durch einen Professorder Akademie bestärkt worden, dessen Ansicht in diesem Falle nicht dergeringsten Parteilichkeit verdächtig sein kann), dafs Cornelius der erstegewesen ist, der, sich den Absichten des Königs fügend, diesen Weg einge-schlagen hat, welcher nunmehr von so vielen grofsen Talenten verfolgt wird.Er hat den Gedanken des Königs verstanden, hat sich ihm verbündet, undbat ihn ins Leben gerufen. Keiner, wer es auch sei, kann in Abrede stel-len, dafs Cornelius den grösten Antheil an dem Aufschwünge dieser Schulehabe, dafs er der Gründer derselben sei.

Als Cornelius, vom Könige berufen, die Frescogemälde der Glyptothekzu malen, Düsseldorf verliefs und nach München kam, begleiteten ihn meh-rere ausgezeichnete Talente dahin, die gegenwärtig zum Glänze dieserSchule beitragen. Unter diesen bemerkt man Kaulbach, Hennann, Gassen,Förster, Rüben, Stürmer, Schiigen, Stilke (der nunmehr in Düsseldorf ist),Götzenberger (der den Kern einer Schule zu Mannheim bildet) und Eberle,eins der liebenswürdigsten Talente, welches der Tod unlängst der Kunstentrifsen hat. Diesen Namen mufs man nun folgende beifügen: Neher,Lindenschmitt, Volz, Hiltensperger, Neureuther, die sich dem Cornelius beiseiner Ankunft in München zugesellt haben, und welche, wenn sie auchnicht alle, in vollem Sinne des Wortes, seine Schüler sind oder durch