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MÜNCHEN.
hervorbringen; dagegen die Bauwerke manches andern einen stets beengenund verletzen.
Was ich an dieser Kirche etwa noch zu wünschen hätte, ist, dafs sienicht mit den anstofsenden Häusern in Einer Linie stände, und dadurchdie Fortsetzung einer Strafse bildete, sondern dafs sie etwas zurückträte,oder abgesondert stände, und Bäume sie umgäben. Indessen finde ich sieauch, so wie sie ist und steht, ihrer Bestimmung und ihres Baumeisterswürdig.
Die Frescomalereien darin, die dem Cornelius anvertraut sind, werdendie bedeutendsten aller sein, welche der König hat malen lafsen; und nachdem jüngsten Gerichte zu urtheilen, dessen obern Theil ich vollendet ge-sehen habe, und nach den Gestalten mehrerer Apostel oder Evangelisten,und nach den zahlreichen Cartons, welche Cornelius mir in seiner Werk-stätte zu bewundern vergönnt hat, meine ich nicht, dafs irgend ein ande-res Werk in München, in Hinsicht des Styls, das heifst, eines gewissenGepräges von feierlicher Grofsheit, sich mit diesem hier mefsen könne.Wir werden unter Cornelius auf diese Frescogemälde zurückkommen, woich mehrere Abbildungen aus den Darstellungen derselben geben werde.
X.
DIE GOTHISCHE KIRCHE IN DER VORSTADT AU.
Dieser Bau, der schon durch sich selbst von genugthuender Wirkung ist,wird vor allen noch durch seine Glasgemälde anziehend. Wir werden Ge-legenheit haben, länger dabei zu verweilen, wenn wir auf die Glasmalereikommen; und von dem Gebäude in baulicher Hinsicht wird in dem Kapitelvon der Baukunst die Rede sein: hier habe ich nur uns und dem Baumei-ster Glück zu wünschen, dafs er den Gothischen Styl sich so glücklichanzueignen gewust hat, der von uns schon so entfernt steht, und welcher