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ARBEITEN DES KÖNIGS.
IV.
DIE PINAKOTHEK ODER GEMÄLDEGALERIE.
Längst schon empfand man die Notwendigkeit, den alten Gemälden, dieBaiern besitzt, ein eigenes Gebäude zu widmen, welches der Wichtigkeitund Schönheit derselben angemefsen, und geräumig genug wäre, sie alleaufzunehmen. Die Menge der dem Könige von Baiern gehörigen Gemäldehatte die Zahl von 9000 erreicht. Sie waren zerstreut, und viele neueErwerbungen des regierenden Königs waren sogar noch nicht einmal ausihren Kästen genommen, weil es an Platz fehlte, sie aufzustellen. Überall,wo man diese zerstreuten Gemälde aufsuchen muste, hatte man zu be-dauern, dafs sie so wenig Licht empfingen, oder in einer falschen Beleuch-tung aufgestellt waren.
Im Jahre 1822 erhielt Herr von Klenze den Auftrag, einen Entwurf zueinem neuen Museum anzufertigen. Dieser Entwurf wurde im Jahre 1824eingereicht und genehmigt. Am 3. Mai des Jahres 1826 wurde, zugleichzur Feier des Geburtstages Rafaels, der Grundstein gelegt. Die Eröffnungder Galerie fand am 16. October des Jahres 1836 statt.
Die Kosten der Aufführung und Ausschmückung dieses Gebäudes errei-chen beinahe die Summe von 1,500,000 Gulden oder 3 Millionen Franken.
Die grofsen Gemälde hangen in ungeheuren Sälen, die von oben erleuch-tet sind. Die kleineren Bilder empfangen ihr Licht von der Seite, und be-finden sich in einer Reihe von 23 kleinen Gemächern. Sämmtliche Gemäldesind nach den Malerschulen geordnet.
Die grofsen Säle sind auf folgende Weise vertheilt:
In dem ersten Saale beginnt die Altdeutsche Schule.
Dann folgen die alten Bairischen Maler.
Hierauf die alten Niederländer.
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